H-J

HEART OF A COWARD (2015)

"Deliverance" (2.256)

Label: Century Media Rec.
VÖ: 02.10.2015
Stil: Djent / Metalcore
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Eigentlich bin ich ja echt ne coole Socke, bringt mich so schnell nix aus der Fassung. Selbst ein Date mit der schönsten Frau der Welt lässt mich kalt wie ne Hundeschnauze. Dann gibt es aber diese Momente, in denen ich hibbelig werde, Schwitzehändchen bekomme, anfange zu stottern, mir die Atmung versagt und aufgeregt bin wie eine Schulklasse vor den Sommerferien. Wie in diesem Augenblick. Faszinierten mich schon die drei Vorgängeralben „Dead Sea“ , „Hope & Hindrance“ und vor allen „Severance“ vollends, ließ mich die unglaubliche Show beim diesjährigen With Full Force wie ein Bernhardiner sabbern, gibt mir „Deliverance“ nun den absoluten Rest.

HOAC bringen das auf den Punkt was mein kleines Herz höher schlagen und meinen Puls durch die Decke gehen lässt. Sie vereinen Druck, Härte, Dramatik, Pathos, Gefühl, Melodie und vor allen Eigenständigkeit zu einem brachialen Gebräu, welches mir die Pipi der Freude in die Augen treibt. Kündigten bereits die Alben zuvor deutlich an, welch Kollos hier am Entstehen ist, setzen die fünf Helden aus dem englischen Milton Keynes mit einer kecken Gelassenheit noch einen drauf. Musiziert man fernab jeglicher Normen und Qualitätsanstrengungen. Selbst bei den komplizierten Rhythmusverschiebungen bedarf es keinen Rechenschieber oder eines langjährigen Musikstudiums um die Songstrukturen nachvollziehen zu können. Die Tiefe der Kompositionen ist beängstigend und man offenbart immer wieder mit Leichtigkeit verspielte Details und große Emotionen, da man genug Platz zum Entfalten lässt. Es wurden auch verstärkt Keyboardpassagen integriert, welche den Gesamtsound noch großflächiger und voluminöser werden lassen. Bis dato fehlten diese nicht, hat man aber den Eindruck das es diesmal zwingend war. Dies scheint hier der berühmte I – Punkt zu sein, welcher HOAC gottgleich werden lässt. Somit katapultieren sie sich eindeutig an die Spitze der momentanen Djent / Metalcore - Bewegung. Außer den genialen MESHUGGAH oder den, ebenfalls aus dem vereinigten Königreich stammenden, Newcomern HACTIVIST, kann hier nichts gefährlich werden. Ich wage zu behaupten, hier hört man die Zukunft des Metal und ich frage mich was da jetzt noch kommen kann?

Bewertung: 100 von 10

Tracklist:
01. Hollow
02. Miscreation
03. Turmoil I - Wolves
04. Turmoil II - The Weak Inherit The Earth
05. Anti-Life
06. Grain Of Sand
07. Mouth Of Madness
08. Deliverance
09. Skeletal I - Mourning Repairs
10. Skeletal Ii - Arise

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