CD-Reviews H-J

HEAVY FEATHER – Mountain of sugar (2021)

(6.991) Olaf (8,5/10) Retro Rock


Label: The sign Records | Dewar PR
VÖ: 09.04.2021
Stil: Retro Rock

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Vor fast exakt 2 Jahren ärgerte ich mich ein wenig, da ich von Anfang an begeistert von „Debris & rubble“ war, dem Debüt der Schweden von Heavy Feather, und dieses aufgrund mangelnder Zeit nicht selbst schreiben konnte. Darum bat ich unsere Allzweckwaffe Maik um ein paar Worte zu diesem interessanten Scheibchen, welches er dann gnadenlos abfeierte und mit einem der besten Schlusssätze ever punktete. Ich zitiere:

„So wie der letzte Song abends am Lagerfeuer, bevor man sich in sein Zelt, ins nächste Gebüsch oder auf den Sexualpartner seiner Wahl gelegt hat“

Das Schöne dabei ist, dass sich das Retroquartett weiterhin darum bemüht, diesem geschilderten Attribut Folge zu leisten, denn Neuerungen sucht man auf „Mountain of sugar“ vergeblich und, um unseren ehemaligen Oberbürgermeister zu zitieren, das ist gut so!

Soul, Blues und ein teilweise metertiefer Kniefall vor Bands wie CCR, Lynyrd Skynyrd oder Cream machen die Musik der Truppe so herrlich lebendig und lebensbejahend und man ist des Öfteren geneigt nachzuschauen, ob wir uns tatsächlich nicht im Jahr 1969 befinden. Nun fragt Ihr Euch sicherlich, wie ein Kerl wie ich, der Bands wie Blues Pills in der Luft zerreißt, so auf Heavy Feather abfährt? Die Antwort ist einfach. Bei den Mannen um Frontwoman Lisa Lystam klingt absolut nichts künstlich aufgebläht oder zwanghaft herbeigeführt. Im Gegenteil, man hat das Gefühl, die Truppe ist barfuß in ihren mit Samtvorhängen und schweren, metertiefen Teppichen ausgelegten, nach Gras, Kippen und altem Fusel stinkenden Proberaum gegangen, hat die Gitarren eingestöpselt und einfach aus dem Bauch heraus losgejamt.

Herausgekommen sind dabei solch gnadenlos geile Ohrwürmer wie „30 days“, „Bright in my mind“, der Titeltrack oder das überragende „Sometimes I fell“, bei dem selbst John Lee Hooker gerne mitgemacht hätte, würde er noch unter den Lebenden weilen. Jetzt fehlt nur noch das passende Wetterchen zu diesem Kleinod und die von unserem Nachbarbalkon herüberwabernden Gerüche von selbstangebauten Kräutern und fertig ist die Laube. Darf ich in diesem Zusammenhang sagen, dass ich die Scheibe fett finde?


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. 30 days
02. Bright in my mind
03. Love will come easy
04. Mountain of sugar
05. Too many times
06. Let it shine
07. Come we can do
08. Sometimes I feel
09. Lovely lovely lovely
10. Rubble and debris
11. Asking I need




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