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HETEROCHROME – Melancholia (2017)

(3.998) - Ingmar (8,7/10) - Progressive Metal

Label: Unsigned/Independent
VÖ: 07.07.2017
Stil: Progressive Metal

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Progressive Metal und dann auch noch aus dem Iran, genauer aus der Hauptstadt Teheran. Das ist eine recht ungewöhnliche Kombination wie ich finde, aber genau das macht auch den Reiz aus. Obwohl man den orientalischen Einschlag in der Musik hört ist der Progressive Metal von Heterochrome doch stark westlich eingefärbt.

Der Stil den Heterochrome ist auch etwas einzigartig, Assoziationen habe ich je nach Song andere, das wäre zu viel alle hier aufzulisten. Die Songs muss man selbst erfahren, daher beschränke ich meine Beschreibungen auf die Songs, die mir am meisten beim Hören gefallen haben.

Bei „Regret“ springen mir die Solo-Läufe der Lead-Gitarre sofort ins Ohr und erwecken angenehme Assoziationen zu späteren Death Songs, auch weil der Sound der Gitarre dem ganzen erstaunlich nahe kommt. Auch ohne Gesang bietet der Song angenehm viel Abwechslung und kann so sehr gut zum Nachfolger überleiten.

„Purgatory“ bietet die gesamte musikalische Breite von Heterochrome und die ist wirklich Vielfältig. Zu Beginn vermischen sich klare Gitarren mit einer leisen angezerrten Lead-Gitarre. Später kommt weiblicher Gesang dazu und dann wird der Song kurzzeitig härter, bevor wieder sanfte klare Gitarren übernehmen; eine cleane Solo-Passage gibt es auch dazu, bevor diese dann angezerrt wird. Dann setzt ein sehr schneller Part ein, inklusive Double-Bass-Gemeter und tiefen Growls, der durch rhythmische Einstreuungen aufgelockert wird. Auch ein kurzer Blastbeat auf der Snare darf nicht fehlen, bevor dann cleane Gitarren den Song abschließen.

Die Vocals gestalten sich sehr gut hörbar im Mix, sowohl die männlichen als auch die weiblichen Stimmen vermögen sich immer gut gegen den Rest durchzusetzen. Lediglich die gutturalen Einstreuungen scheinen im Kontext etwas zu leise zu wirken. Die Gitarren sind sowohl im cleanen wie auch im verzerrten Bereich immer gut zu hören, es sind zwar stellenweise viele Effekte gleichzeitig aktiv, aber der Sound bleibt immer differenziert. Die Rhythmus-Gitarre könnte von mir aus etwas lauter und knackiger, aber dafür kommt so die Lead-Gitarre besser zur Geltung. Der Bass ist zwar immer hörbar gemischt und hat auch seine melodischen Läufe, jedoch sticht er nie unangenehm aus dem Mix; so kann er die Gitarren perfekt unterstützen. Auch das Schlagzeug gestaltet sich differenziert, der Kick ist wieder etwas „felliger“ und hat einen leichten Click-Anteil, die Snare hat erstaunlich viel Reverb bekommen, bleibt aber dennoch tight und kann so gut durch den Mix gehört werden.

Was Heterochrome mit „Melancholia“ hier in knapp 31 Minuten auf die Beine stellen ist schon ein starkes Stück. Hier bekommt man sehr guten Progressive Metal mit interessanten orientalischen Einstreuungen geboten. Allgemein gestaltet sich das Album eher ruhiger, aber das passt auch sehr gut zum Titel. Und hier kommen wir zum einen leichten Schwachpunkt des Albums: Der Hörer muss oder besser sollte dafür in der richtigen Stimmung sein, der Großteil das Albums ist eben wie der Titel bereits verrät „melancholisch“; also nicht für jede Situation geeignet.

Auch soundtechnisch muss sich das Album nicht vor seinen Genre-Kollegen verstecken, das ist mindestens oberes Mittelfeld oder sogar untere Spitze; für ein Erstlingswerk mehr als gelungen.

Bewertung: 8,7 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Cage
02. Hang
03. Regret
04. Purgatory
05. Paradise
06. Inferno

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