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HETROERTZEN – Uprising Of The Fallen (2017)

(3.446) - Schaacki (5,5/10)

Label: Listenable Records
VÖ: 24.02.2017
Stil: Black Metal

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HETROERTZEN haben nicht nur 20 Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel sondern auch einige Kilometer bis zur finalen Bandfindung hinter sich. Denn hieß 1997 zur Zeit der Gründung die Heimat noch Chile, so fanden Sänger/ Gründer Frater D und sein Mitstreiter Åskväder letzlich 2009 in Schweden ihre Heimat. Dort bauten sie das Projekt zur Band aus und namen im bandeigenen Studio „Exaltation of Wisdom“, das erste Werk auf europäischen Boden, auf. 2014 folgte mit „Ain Soph Aur“ der letzte Output der Band.

So viel zur Vorgeschichte, nun aber zum jüngsten Schaffen der Band, welches den Titel „Uprising Of The Fallen“ trägt. Der Opener „Uprising“ kommt mit einem längeren Intro angeschlichen und bringt entsprechende Düsterstimmung mit und fährt hauptsächlich im hypnothischen Midtempo. Der Sound ist generell sehr dumpf und bassig gehalten. Das drückt zwar die Stimmung gen Melancholie, doch die Gitarrenharmonien gehen dadurch oft unter. Bei rhythmischem Rocken wie zum Ende von „Zealous Procreation“ geht das zwar gut, doch auch bei „The Fallen Star“ lässt der Mix leider einige Wünsche offen. Der recht rabiate Einstieg rumpelt zwar nett, klingt eber aber auch nicht so richtig fies aufgrund fehlender Höhen. Man hört eben nur eine vordergründige Melodie, so etwas wie Tiefe fehllt hier leider. Auch die nett gedachten Bass Licks sind nur schwer herauszufiltern. „Path Bearer“ und „The Trial“ tragen sich solide doomig dahin, wobei zweitgenannter noch mit rockigenen Elementen ein paar Extrapünktchen sammeln kann. Ebenfalls nicht von flinken Eltern ist „Upon The Thresholds“, jedoch hört man auch hier einige gute Ansätze, wie die hintergründige Gitarre im Mittelteil (die wie so oft besser hervorgehoben hätte sein können) und das groovende Ende. Die gerade aufgenommene Fahrt wird von einem Zwischenspiel nun unterbrochen. Darauf folgt die wohl sägenste Gitarre des Albums und sorgt, wenn auch nur kurz, für ein freudiges „Aha“ bei mir. Leider geht auch „Perception Of The Unseen“s Anflug von Kälte schnell im typisch monotonen Sound wieder verloren. Auch das abschließende „Lost And Betrayed“ stellt kein großes Finale dar, sondern wiederholt lediglich den Gesamteindruck nochmal auf bekannte Art.

Eigentlich missfällt es mir, ein Album aufgrund des schlechten Mixes abzuwerten, doch geht hier aus eben jenem Grund einfach zu viel verloren. Da fragt man sich, wo diese Band ihren Ansatz hat. Vieles klingt hier leider zu gleich, zu monoton, zu austauschbar, zu sehr nach Mittelmaß. Es sind sicherlich auch viele gute Ansätze auszumachen, doch warum geht man diese nicht mit letzter Konsequenz zu Ende? Waren die Musiker nicht überzeugt von der eigenen Idee oder fehlt es tatsächlich letztendlich am Können? Dies sollen keine bösen Unterstellungen sein, nur Fragen, welche sich nach dem Hören von „Uprising Of The Fallen“ aufdrängen. Ebenso wie die Frage, ob sich manch ein Gefallener zu diesem Soundtrack tatsächlich erheben wird...

Bewertung: 5,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Uprising
02. Zealous Procreation
03. The Fallen Star
04. Path Bearer
05. The Trial
06. Upon The Thresholds
07. Perception Of The Unseen
08. Lost And Betrayed

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