HYPNOS "Cold Winds" (2016)

(2.755) - Walter (8,5/10)

Label: Crusher Records
VÖ: 29.04. 2016
Stil: Classic / Retro / Blues / Doom / Hard Rock

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Die tschechischen Todesmetaller waren zwar die ersten und sind schon seit gut 15 Jahren aktiv, nach dem griechischen Gott des Schlafes benennen aber dennoch immer wieder Musiker ihre Bands. Unter anderem fünf Burschen aus Göteborg, die mit ihrem selbstbetitelten Erstlingswerk vor zwei Jahren auf Anhieb gehörig Staub aufwirbelten.

Verwechslungsgefahr besteht jedoch keine, zumal diese Schweden mit Death Metal nichts am Hut haben. Den Bandnamen zum Programm gemacht haben die Jungs aber auch nicht, im Gegenteil, ihre Live-Shows waren von Anfang an geprägt von hingebungsvoller Darbietung im Stile der „alten Meister“ sowie von reichlich Energie. Aber auch das besagte Debüt wusste zu gefallen, selbst wenn die Inspirationsquellen recht rasch herausgefiltert werden konnten.

Das jedoch war nicht weiter tragisch, zumal die Mixtur aus Led Zeppelin, Wishbone Ash, Black Sabbath und diversen Einsprengsel aus dem Psychedelic Rock sowie der frühen NWOBHM wahrlich beeindruckend an den Hörer herangetragen wurde. Die Mucke der Schweden konnte von Anfang an mehr als nur sprichwörtlich „Hypno(s)tisieren“ und jeder Fan des Erstlings wird auch vom neuen Dreher der Formation auf Anhieb begeistert sein.

Das Quintett, dessen Tracks manchmal so ziemlich genau in einer imaginären Schnittmenge aus Witchcraft (die verspielte, aber dennoch sehr spröde Darbietung, aber auch der Gesang lassen immer wieder an Magnus Pelander und seine Truppe denken) und Horisont (deren locker-lässige, völlig ohne Limitierung funktionierende Darbietung, aber auch die Tatsache, mit dem in der Muttersprache vorgetragenen “Det Kommer En Dag“ eine völlig unkonventionelle Classic Rock-Hymne zu servieren, vereint diese beiden Bands) zu verorten sind, geht nämlich seinen Weg mit Konsequenz weiter und hat zudem vor allem hinsichtlich der Eingängigkeit der Tracks gehörig nachgelegt.

Will sagen, die harmonischen Gitarrenklänge kommen noch eindringlicher aus den Boxen und auch die bereits auf dem Debüt ab und an verwendeten Flöten bekommen mehr Entfaltungsraum. Vor allem mit dem fast neunminütigen Epos “1800“, das phasenweise an eine heftiger rockende Ausgabe von Jethro Tull denken lässt, erzeugt die Truppe hypnotische Wirkung und sorgt obendrein für Suchtpotential.

Cooles Album, das rundum begeistert, jedoch zu keiner Sekunde den Namenspatron auf den Plan ruft!

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Start The Hunt
02. I'm On The Run
03. The Captive
04. Det Kommer En Dag
05. Descending Sun (Unrootables White)
06. Cold September
07. Transylvanian Nightmare
08. 1800

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