H-J

JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE „The Golden Anthropocene“ (2016)

(2.996) - Siggi (8,0/10)

Label: Apocaplexy Records
VÖ: 02.09.2016
Stil: Grindcore
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Die Band Japanische Kampfhörspiele (kurz JaKa) besteht seit 1998, nach einem Split 2011 fanden sich die Krefelder 2013 wieder zusammen, um weiterhin ihre Version von sozialkritischem Grindcore in die Welt hinaus zu blasen.

Mit „The Golden Anthropocene“ hauen die Jungs über Apocaplex Records am 02.09.2016 ihr mittlerweile siebentes Album raus, dem gegenüber stehen aber in den vergangenen 18 Jahren auch diverse Demos, Splits, EP’s und Compilations. Wir haben es hier also mit einer Band zu tun, die einen hohen Output an Veröffentlichungen hat. Die nackten Zahlen zu „The Golden Anthropocene“ sehen so aus: 20 Songs verpackt in knapp 40 Minuten.

Gefallen hat mir diese Art von Grindcore damals schon (VÖ: „Nostradamus In Echtzeit“ (2001) / Bester Song: „Lass den, der ist nett“, waren sie doch immer schon technisch anspruchsvoller und doch so ganz anders als die meisten Grindcore-Bands, nur war ich nicht sehr angetan von den bisherigen Soundvorstellungen der Truppe.

Das neue Album bietet genau das, was JaKa schon immer ausgemacht hat – berechtigte kritische Lyriks und abwechslungsreiche finessenreiche Musik – der Gesellschaft wird textlich so dermaßen der Spiegel vorgehalten, dass sich der ein oder andere dann doch auch sehr gestört fühlen könnte – aber vielleicht auch zum Nachdenken kommt. Die Songs sind nicht allzu lang gehalten und da stechen „Planeten Planieren“ und „Tag 1 nach den Menschen“ schon arg heraus.

Musikalisch sind die Jungs noch ein paar Schritte in ihrer Entwicklung gegangen, denn z.B. auch „Tag 1 nach den Menschen“ ist musikalisch schon großes Kino und mein absoluter Favorit auf „The Golden Anthropocene“.

Richtig gut finde ich für meinen Teil, dass die Platte in einem (für JaKa-Verhältnisse) sauberen Soundgewand daherkommt – die Songs brauchen etwas, um zu wirken, aber mit zunehmender Dauer treten immer mehr Details für den Hörer zu Tage und es macht einfach Spaß, dieser Art des Grindcores zu lauschen.

Bewertung: 8,0 von 10,0 Punkten

Tracklist:
01. Verklappt
02. Weiss
03. Planeten Planieren
04. Antisein
05. Ping
06. Posthumane Weltregierung
07. Reiz-Reaktion-Automat
08. Der Untergrund
09. Folter und gezieltes Töten
10. Pimmel Kneten
11. Tellerand
12. Mitmachdiktatur
13. Burnout Ausgesessen
14. Absolution in Spe
15. Der Durchschnittsmensch
16. Smart
17. Weltorganismus
18. Tag 1 nach den Menschen
19. Aus dem Mark der Nebenniere 2016
20. Verpasst

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