K-M

KISSIN’ DYNAMITE – Ecstasy (2018)

(4.820) – Olaf (9,2/10) Heavy Metal

Label: Sony Music
VÖ: 06.07.2018
Stil: Heavy Metal

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Da brat mir doch einer nen Storch! Nein, ich bin normalerweise kein großer Fan der Truppe aus Reutlingen und auch innerhalb der Redaktion bewegten sich die vorherigen Reviews mehr im mittleren bis oberen Mittelfeld…bis heute, denn was der Fünfer auf seinem sechsten Album „Ecstasy“ vorlegt, bringt mich fast in selbige, denn der so viel gepriesene, von vielen Kollegen hochgelobte und von mir eher müde belächelte Sleaze Anteil ist auf ein Minimum reduziert worden. Stattdessen rockt der Schwaben Express mit solch einem Tempo durch die Walachei, dass einem angst und bange wird.

Das beginnt schon beim Opener „I’ve got the fire“, welcher ebenso einen Ohrwurm Charakter besitzt wie die folgenden „You’re not alone“ und das leicht bluesig angehauchte „Somebody’s gotta do it“. Überhaupt verarbeiten Kissin‘ Dynamite eine Menge der Musikform, die sich um die Wende vom 19. Zum 20.Jahrhundert in der afroamerikanischen Gesellschaft entwickelt hat und verpacken diese geschickt in ihre eigene, zum Teil knallharte Interpretation. Doch dieses feine Stück hartwursttechnischer Unterhaltungsmusik bietet ebenso Nackenbrecher wie den Titeltrack, „Waging war“, den doomigen Stampfer „Breaking the silence“ oder das unverständlicherweise lediglich als Bonus Track draufgepackte „No time to wonder“, welches zu meinen absoluten Favoriten auf dem Album gehört. Natürlich gibt es im Mittelteil mit „Still around“ die obligatorische Halbballade, die aber durchaus hörbar ist und zum mitgehen animiert. Ok, es ist nicht alles Gold was glänzt, denn „Heart of stone“ finde ich ziemlich langweilig, „Superhuman“ nervt ein wenig mit seinem immer wiederkehrenden Refrain und „One more time“ kann ganz klar den ansonsten megahohen Standard des Albums nicht halten und fällt hinten runter.

Doch das sind lediglich ganz kleine Wehrmutstropfen in einem ansonsten mehr als gut gefüllten Krug voller großartiger Heavy Metal Songs, die fett produziert von vorn bis hinten zu überzeugen wissen. Eine echt fette Überraschung wie der momentane Zwischenstand beim WM Spiel Belgien gegen Japan.

Bewertung: 9,2 von 10 Punkten

Tracklist:
01. I’ve got the fire
02. You’re not alone
03. Somebody’s gotta do it
04. Ecstasy
05. Still around
06. Superhuman
07. Placebo
08. Breaking the silence
09. Waging war
10. One more time
11. Heart of stone
12. Wild wind (Bonus)
13. No time to wonder (Bonus)

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