K-M

KRYPTONITE – Kryptonite (2017)

(4.039) - Stefan (7,5/10) - Melodic Rock

Label: Frontiers Music Srl
VÖ: 04.08.2017
Stil: Melodic Rock

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Bei KRYPTONITE handelt es sich um eine neugegründete Band, die aus Mitgliedern von THE POODLES (Sänger Jakob Samuel), „KING DIAMOND“/„TREAT“ (Bassist Pontus Egberg) und MUSTASCH (Schlagzeuger Robban Bäck). Hinzu kommt noch Gitarrist Mike Palace und fertig ist die neue Supergroup des AOR oder Melodic Rock. So zumindest nehme ich die Ankündigungen im Netz wahr… und so steht’s ja auch auf dem Cover. Muss nur noch die Scheibe auch passen.

Beim ersten Durchlauf der Platte, die schlicht selbstbetitelt ist, fällt gleich ein etwas steriler Klang auf, der das Durchschlagspotenzial der Songs erheblich hemmt.

Die Produzenten Allesandro del Vecchio und Serafino Perugino haben eine ziemlich glatt gebügelte Klangwelt um Sänger Jakob Samuel erschaffen, der alles gibt und sein stimmliches Potenzial voll ausschöpft. Auf diese Weise bekommt aber höchstens mal die solierende Gitarre etwas mehr Raum, was heißt, dass der Wumms, der der Platte manchmal gut getan hätte, leichtfertig verschenkt wird. Das ist die deutliche Schwäche der Platte.

Kommen wir zur Stärke des selbstbetitelten Albums. Was man zu hören bekommt sind Songs, die locker in die 80er gepasst hätten. Da sie aber gerade erst veröffentlich wurden, sind sie entweder als überholt oder zeitlos anzusehen. In der guten Tradition einer durchaus gefälligen Melodic Rock Platte finden sich so manche Songparts, die jeder schon mal irgendwie und irgendwo anders gehört hat. KRYPTONITE bieten durchaus gefälliges, dem Genre entsprechendes Songwriting, was heißt, dass der Hörer leicht durchschaubare, schnell nachvollziehbare Songs in die Gehörgänge bekommt. Die Vocals packen nicht in den Strophen, aber was im Chorus passiert geht garantiert ins Ohr, ob man will oder nicht. Die Gitarrensoli sind durchaus ansprechen und strahlen eine dezente und für das Genre nötige Virtuosität aus. Textlich kreucht man zwischen Liebeslust und –frust und größerem Weltschmerz hin und her, wobei das leider viel zu flache „Love can be stronger“ eigentlich den Zahn der Zeit trifft.

Bei „Fallen Angels“ empfiehlt es sich, nicht der englischen Sprache mächtig zu sein, weil man ansonsten beim Chorus freiwillig eine Spende im Namen des Sängers an das Phrasenschwein abgeben möchte.

Musikalisch treffend finde ich die half-time Passagen in „Get out be gone“, die aber leider wegen der Produktion nicht richtig zünden können.

Eine abschließende Aussage über das Album „Kryptonite“ fällt mir nicht ganz leicht, weil ich das Album aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachte. Aus der Sicht des Genres ist es bestimmt ziemlich gelungen, weil die Songs genau so ins Ohr gehen, wie das aus meiner Sicht muss. Aus der Sicht eines nach allen Seiten offenen Hörers ist mir das für 2017 zu wenig, gerade wenn ich den entgrateten Sound bedenke. Das geht deutlich natürlicher und damit druckvoller.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Chasing Fire
02. This is the Moment
03. Keep the Dream alive
04. Fallen Angels
05. Across the Water
06. Love can be stronger
07. Knowing both of us
08. Get out be gone
09. One Soul
10. Better than yesterday
11. No Retreat No Surrender

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