K-M

MEYHNACH – Non Omnis Moriar (2017)

(4.228) - Clemens (5,0/10) - Black Metal

Label: Osmose Productions
VÖ: 24.11.2017
Stil: Black Metal

Facebook

Achtung! Bald erblickt Meyhnach das Tageslicht. Nur was verbirgt sich dahinter? Meyhnach ist das neue Solo-Projekt von William Roussel, einem, so könnte man sagen, Black Metal Pionier der 90er aus Frankreich. Bekannt dürfte der gute Herr durch seine Tätigkeit als Sänger bei Hell Militia und vor allem Mutiilation sein. Zumindest wenn man sich so weit mit dem Underground Black Metal beschäftigt und dabei auch gerne mal über die eigenen Landesgrenzen hinaus schaut. Mit Meyhnach, benannt nach seinem Künstlernamen aus den anderen Bands, möchte er dem Hörer "weird psycho black metal" um die Ohren werfen. Dies wird durch zum größten Teil langsame Songs und Songpassagen umgesetzt, welche ab und zu mit ein paar kleinen "abgespaceten" Effekten aufgewertet werden ("Psy Low"). Die Titel auf dem Silberling sind meist träge und leben von Wiederholungen bestimmter Sequenzen, welche sich Stück für Stück aufbauen/zusammensetzten um so die düstere und verrückte, teils melancholische Atmosphäre zu bilden. Der Plan geht auch an einigen Stellen auf und man könnte sich glatt darin verlieren. Nur leider ist die Qualität des ganzen zu roh gehalten, sodass zumindest bei mir der Spaß an dem Ganzen leicht verloren geht. Ein wenig an der Soundqualität nach oben schrauben schadet nie und muss dabei nicht gleich immer die, vor allem für Black Metal Underground wichtige, "trvness" zerstören. Dazu ein wenig mehr Abwechslung in Sachen Vocals und die Scheibe könnte glatt zur Empfehlung für Black Metal Liebhaber der ungewöhnlichen Art werden. Das dies möglich ist beweisen nämlich eine Hand voll anderer Bands wie z.B. Abyssion aus Finnland, welche einen ähnlich skurrilen Black Metal Mix kreieren. Aber was nicht ist kann noch werden.

"Non Omnis Moriar" bildet eine gute Basis auf der man aufbauen kann sofern man will. Der erste Longplayer des Solo-Projektes enthält viele gute, sowie kreative Ideen, welche sich durch Einspieler und eben die gewissen Effekte zu einer kleinen Schatzkiste entpuppen können ("Cenobites"). Nur leider hindert wohl die Vergangenheit des Erschaffers dem Solo-Projekt selbst, sodass die rohen Black Metal Wurzeln das wirklich gute Konzept ein wenig nach unten reißen und es sich nicht voll entfalten kann. Aber das bleibt Interpretationssache, denn jeder Black Metal affine Hörer wird mir sicherlich zustimmen, dass Potential in Meyhnach steckt. Nur ob es voller Energie davon sprießt, oder es sich eher noch leicht aus dem Verborgenem zu erahnen lässt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Bewertung: 5,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Alcohonaut Diary
02. Tarred Orchid
03. Psy Low
04. In My Nightmares Circus
05. The Gutters Underneath
06. Cenobites
07. On The Eternal Sea
08. Nocturnal Caravan
09. Moonshine Beam
10. Non Omnis Moriar

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

VERLOSUNGEN

wo wir sind

P P P

Schrod's...

ZO SONGCHECK

V.I.P.

alter Z.O.F.F.

Join the Army

Damit das klar ist

Unsere Partner