K-M

MIRACLE MASTER (2014)

Tattooed woman

Nein, der Name Miracle Master war mir bislang ebenso wenig geläufig wie Pump, der Vorgängerband, aus deren Resten die nun Deutsch / Dänische Allianz hervorgegangen ist, die uns nun mit „Tattooed woman“ ein ziemlich fettes Hardrock / Metal Brett kredenzt. Ehrlich, ich habe lange nicht mehr so ein starkes Stück Eisen in meiner Anlage gehabt, welches frei von jeglichen Effekthaschereien vielmehr auf gute, erdige, kernige und hitverdächtige Mucke setzt.

Hier stimmt die Gitarrenarbeit des Duos Reissmann / Bernhardt, die Rhytmussektion Minich / Vetter legen einen saufetten Teppich und über allem thront mit der Stimme von Olli Weers ein Sänger, der (Schande über mein Haupt) mir bislang noch nicht untergekommen ist. Der weiß exakt, wie er seine Stimme gewinnbringend einzusetzen hat und erinnert mich gerade in den mittleren Lagen teilweise an den jungen David Coverdale. Musikalisch könnte man vielleicht die Mucke irgendwo zwischen den Pretty Maids und Mystic Prophecy ansiedeln, wobei härtetechnisch die Letztgenannten dann doch die Nase vorne haben, aber man natürlich dabei beachten muss, dass es sich hier um zwei völlig unterschiedliche Stile handelt. Dennoch geht gerade der mächtig flotte Opener „Come alive“ mächtig ins Ohr, das mächtig pumpende „Miracle masters“ (mein absoluter Top-favorit) verlädt einem zum Mitmachen, das etwas schleppende „Why religion“ fällt etwas aus dem Rahmen, ist aber nicht minder stark oder der Titeltrack, der mit seinem Mitgröhl-Refrain ein Highlight bei jedem Miracle Masters Auftritt werden sollte. Lediglich das etwas langsame und scheinbar als Halbballade angelegte „Tear down the walls“ fällt etwas aus dem Rahmen, schmälert aber den fetten Gesamteindruck nicht im Geringsten. Sehr schön ist auch das etwas Western-mäßig einleitende „Highway to heaven“, welches ebenfalls ohne Ende pumpt. Achja…das Cover…gaanz stark und ich muss diesbezüglich unbedingt schauen, wo ich davon ein Shirt herbekomme.

Tattooed woman“ ist eine Blaupause, wie ein fettes Hardrock Album mit Metal Anleihen zu klingen hat. Das hat Eier, Power und geht mächtig ins Tanzbein. Fett produziert, Null Ausfälle, das fetzt ohne Ende. Jetzt fehlen nur noch die 28 Grad Celsius, um das Teil standesgemäß bei heruntergelassener Autoscheibe in die Nacht zu blasen. Hammer!

Bewertung: Großartige 9,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Come alive
02. Fly away
03. Stay with me
04. Forgive yourself
05. Miracle masters
06. Will to survive
07. Why religion
08. Tattooed woman
09. Highway to heaven
10. Tear down the walls
11. We all touch evil

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