K-M

MOONSPELL

Alpha noir (2012)

Der gestrige Montag, der 23.04.2012 war der Tag des deutschen Bieres…was hat das mit dem Review zur aktuellen Moonspell Scheibe „Alpha noir“ zu tun? Nun ja…ich konnte heute Morgen noch nicht allzu laute Mucke hören und da kam mir der zehnte Longplayer der Portugiesen ganz recht, denn irgendwie beherrschen die Jungs die Zwischentöne, die mein von Nebelschwaden umkreistes Haupt gerade noch aufnehmen konnte.

Nüscht mehr von wegen „Bang boom bang“, wie zu früheren „Wolfheart“ oder „Irreligious“ Zeiten, vielmehr eine Weiterführung der Gothic artigen Melodieführung mit dem exzellenten Gekeife von Frontmann Fernando Ribeiro, der diesmal scheinbar die Handbremse gelöst hat, die er auf „Night eternal“ noch voll angezogen hatte. Musikalisch gibt es gleich beim Opener „Axis mundi“ die erste Überraschung, denn das klingt sehr progressiv, geht aber dennoch saugut ins Ohr und entpuppt sich sofort als Ohrwurm, ebenso wie die bereits im Vorfeld bekannt gemachte Single „Lickanthrope“. Straight ahead und voll in die Fresse gibt’s dann bei „Versus“ und dem Titeltrack, bevor es bei „En nome do medo“ und dem extrem radiotauglichen „Opera carne“ etwas bergab geht. Den totalen Tiefpunkt erreichen die Portugiesen dann aber mit dem furchtbar klebrigen und sperrigen „Love is blasphemy“, der das gesamte Album runterzieht. Leider können das „Grandstand“ und das furchtbare Instrumental „Sine missione“ nicht mehr retten und Moonspell reißen somit in der zweiten Hälfte mit dem Arsch das ein, was sie vorher mit ihren Händen aufgebaut haben.

Starke erste Halbzeit, in der zweiten dann der Einbruch. Ähnlich wie bei meiner Hertha dieses Jahr schaffen es Moonspell nicht, über die gesamte Spieldauer das Tempo im Spiel zu halten. Wo die Iberer anfangs fulminant durchstarten und richtige Brecher vorweisen können, so verflacht das Album zusehends und endet leider im musikalischen Niemndsland. Für Goth Rock Anhänger sicherlich lohnenswert, für mich leider nur ansatzweise.

Bewertung: enttäuschende 6,4 von 10 Punkten

Tracklist:

01. Axis mundi

02. Lickanthrope

03. Versus

04. Alpha noir

05. En nome do medo

06. Opera carne

07. Love is blasphemy

08. Grandstand

09. Sine missione

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