K-M

MYSTIC PROPHECY

Ravenlord (2011)

Eine Tatsache, die sich seit nunmehr sieben Alben nicht verleugnen lässt ist, dass Mystic Prophecy seit jeher ein Nischendasein zwischen exquisiten Power Metal und technisch ausgefeiltem Thrash Metal fristen, der aber immer wieder für schmackhafte Hartwurst-Kost garantiert. Wie auch in diesem Fall, denn trotz meiner euphorischen Ankündigung beim Vorgänger „Fireangel“, dass dieses Album schwerlich zu toppen sein wird, hat Chef-Prophet R.D. Liapakis mit „Ravenlord“ und seine Mannen nicht nur erneut ein superhartes Sahneschnittchen vorgelegt, er nimmt die Hürde des superben Vorgängers mit Leichtigkeit so dass man sich ernsthaft fragen muss, wo soll das noch enden?

Man muss kein Fan solcher Bands wie den Suicidal angels sein, die R.D. unter anderem produziert, dennoch muss man neidlos anerkennen, dass sich Roberto Dimitri mit seinen gefühlten 780 Produktionen im Jahr exakt den Sound herausgefiltert hat, den er für seine Hauptband benötigt…und dieser ist scheißfett!!! Ein anderes Synonym fällt mir zu diesem Magenaushöhlenden Hammersound wirklich nicht ein. Die Gitarren sind laut und fett, die Rhythmus Sektion brummt wie ein angeschossener Bär und auch die Stimme des hellenischen Barden ist heavy as fuck abgemischt. Packt man all diese Zutaten in einen Topf, so erhält man ein Album, welches vom ersten, ziemlich ungewöhnlich langsamen und doomigen Titelsong, bis hin zum als „Bonus“ getarnten und besten Stück „Back with the storm“, eine Kanonade an verdammt geilem Heavy/Thrash Metal beinhaltet. Jaja…auch das Geschredder beherrschen die Süddeutschen bis zur Perfektion, wie man bestens bei „Cross of lies“ oder „Damned tonight“ kredenzt bekommt. Auch haben MP erneut, nach einer überragenden Version des Black Sabbath Klassikers und nur „sehr selten“ gehörten „Paranoid“, erneut Ozzy gehuldigt und eine sehr straighte Eigeninterpretation des Osbourn’schen „Miracle man“ eingetütet. Grandios. Doch solche „Gags“ haben die Jungs nun wahrlich nicht nötig, sind doch die eigenen Songs selbst moderne Klassiker. Siehe nur mal „Hollow“, die Speedmetal Granate „Die now“ und das zwar extrem nach „Single“ duftende, doch niemals anbiedernd oder pathetisch wirkende „Eyes of the devil“. Alles Zutaten eines wirklich gelungenen und exzellenten Albums.

Mystic Prophecy haben es neben allen weichgespülten Bands der Marke Hammerfall, Edguy und wie die sonst noch so heißen, endlich mal verdient, den großen Wurf zu landen, denn an den Songs, der Heavyness oder der brillanten Produktion kann es einfach nicht liegen, dass die Jungs immer noch ein Schattendasein fristen, welches mit solchen Hammeralben wie eben „Ravenlord“ absolut nicht zu erklären ist. Lasst Euch nicht unterkriegen und macht einfach weiter so, dann wird sich der Erfolg von ganz alleine einstellen. „Ravenlord“? Uneingeschränkte Kaufempfehlung und ein Muss in jeder etwas härteren Plattensammlung.

Bewertung: 9 von 10

Tracklist:

01. Ravenlord

02. Die now

03. Eyes of the devil

04. Cross the line

05. Hollow

06. Wings of destiny

07. Endless fire

08. Damned tonight

09. Reckoning day

10. Miracle man

11. Back with the storm

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