N-P

PALACE – Reject The System (2020)

(6.193) Maik (8,7/10) Heavy Metal

Label: Massacre Records
VÖ: 03.04.2020
Stil : Heavy Metal

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Die Jungs von PALACE aus Speyer sind ja nun auch schon etliche Donnerstage unterwegs, und legen nun ihr mittlerweile 8. Studioalbum vor. Mittlerweile zum Trio zusammengeschrumpft, sehen die Knaben auf den Promofotos relativ verratzt aus. Tja, wir werden alle nicht jünger, und auch an alten Metal-Recken nagt der Zahn der Zeit. Das ist aber noch lange kein Grund , den Weichspüler und das Softeis auszupacken, und das haben sich wohl auch PALACE gedacht, die dementsprechend hier abrocken, daß es eine wahre Freude ist. Fette, treibende Riffs, Songstrukturen, die sich automatisch in gewisse Teile der Genickmuskulatur einschleichen und dort den immensen Wunsch nach nickenden Bewegungen auslösen. Sänger Harald „HP“ Piller (der Typ heißt mit Nachnamen wie mein Arbeitgeber- ist ja schlimm!!!) scheint ab und an beabsichtigt oder ungewollt bei den höheren Lagen einen halben Ton danebenzuliegen, meistert diese Hürde aber dadurch, daß er eben nicht so glattpoliert klingt wie viele andere Power-Metal-Vokalisten. Hey, was will ich eigentlich. Sonst geht es mir auf die Zündschnur, wenn Metalsänger zu clean daherkommen, also habe ich hier gefälligst zufrieden zu sein. Und das bin ich auch. Denn das gibt ordentlich Rotzigkeit in den Sound. In Verbindung mit den fetten Riffs, den packenden Melodien und der ganzen Attitüde von „Reject The System“ entsteht so eine Wand brachialer, jedoch melodischer Metal-Kunst, die zwar keine neuen Mauern einreißt, aber die schon angeschlagenen relativ gekonnt weiter zerbröselt.

Die Mucke von PALACE macht einfach Spaß ohne Ende, und ist geeignet, jedes Publikum zu begeistern, jede Halle zum Kochen zu bringen, jede Freilichtbühne in Holzwolle zu verwandeln. Wer auf klassischen, treibenden Heavy Metal mit viel Power steht – und ein weiteres Mal werfe ich die Namen JUDAS PRIEST, GRAVE DIGGER und RUNNING WILD in die Waagschale- sollte hier sofort sein geneigtes Lauschwerkzeug festtackern.

Anspieltipp: „Force Of Steel“ und „Resistance“

Bewertung: 8,7 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Force Of Steel
02. Soulseeker
03. Final Call Of Destruction
04. The Faker
05. Hail To The Metal Lord
06. Bloodstained World
07. Valhalla Land
08. Legion Of Resistance
09. Wings Of Storm
10. No One Break My Will

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