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PYOGENESIS – A silent soul screams loud (2020)

(6.041) Olaf (8,7/10) Alternative Metal

Label: AFM Records
VÖ: 24.02.2020
Stil: Alternative Metal

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Es gibt in Deutschland kaum eine andere Band, die ihr musikalisches Fähnchen so konsequent in den Wind gedreht hat, wie es Pyogenesis in ihrer mittlerweile 28jährigen Karriere immer wieder taten. Nun finde ich das nicht unbedingt schlecht, denn egal ob die ursprünglich in Schwaben und mittlerweile in Norddeutschland angesiedelte Truppe ist immer gut für hochklassige Musik…wenn man sich drauf einlässt und das muss man beim nunmehr achten Album.

Musikalisch hat man die ausgetretenen Pfade des Todesbleis und des Goth Rocks schon seit Ewigkeiten verlassen und konzentriert sich nun auf spannenden Prog/Pop Rock mit vielen progressiven Elementen, die noch einen Schritt weiter gehen als auf dem Vorgänger „A kingdom to disappear“, welches mir an manchen Stellen noch ein wenig zu verkopft war. Diesmal klingt die Mucke ein wenig bauchlastiger, aber nicht minder ausgefeilt, wie man gleich beim Pain artigen Opener „Survival of the fittest“ miterleben darf. „Mother Bohemia“ glänzt mir einer schönen Verwurstung von Smetanas „Moldau“, wirkt anfangs zwar etwas schräg, um dann im weiteren Verlauf und vor allem im Mittelteil mit einem tollen Melodiebogen zu glänzen. „I can’t breathe“ ist genau wie „High old times“ ein schön proggiger Pop-Rocker, den man irgendwie gleich mitsingen will, wo hingegen das etwas grungig beginnende und dann in ein schleppendes Tempo verfallene „Modern Prometheus“ nicht zu meinen Highlights des Albums gehört. Das wird dann allerdings mit „Will I ever feel the same“ sofort wettgemacht, denn hier wird ein wenig die deathige Vergangenheit der Band beleuchtet, die hier ein wenig wie Amorphis (nur besser) klingen.

Doch alle vorangegangenen Songs waren nur eine Einleitung zum überragenden und monumentalen Titeltrack, der mit einer solch gigantischen musikalischen Vielfalt den Hörer von der ersten Minute in seinen Bann zieht und so schnell nicht mehr loslässt. Niemals sind knapp 15 Minuten so schnell ins Land gezogen wie hier und ich kann nur hoffen, dass Pyogenesis die Eier besitzen, dieses Monster irgendwann live aufzuführen.

Unterstützt von einer herrlich knackigen Produktion und einem erneut überragenden Album Artwork haben es Pyogenesis geschafft, sich erneut in meinen Fokus zu spielen und meine Repeat Taste zum Glühen zu bringen. „A silent soul screams loud“ ist ein richtig geiles Album geworden, welches man sich zu jeder Tageszeit genüsslich einverleiben kann und muss. Klasse!

Bewertung: 8,7 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Survival of the fittest
02. Mother bohemia
03. I can’t breathe (Prologue)
04. I can’t breathe (Monologue)
05. High old times
06. Modern Prometheus
07. Will I ever feel the same
08. The capital (A silent soul screams loud)

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