Q-S

RONNIE ATKINS – One Shot (2021)

(6.911) Maik (8,2/10) Melodic Rock


Label: Frontiers Music
VÖ: 12.03.2021
Stil: Melodic Rock

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Der Name RONNIE ATKINS dürfte wohl kaum jemandem, der sich nur ein wenig im Melodic Metal auskennt, unbekannt sein, war und ist der gute Mann doch seit über 35 Jahren das vokalistische Aushängeschild der dänischen Band PRETTY MAIDS. Nun bin ich mit den Werken der MAIDS nicht so vertraut, da ich dann doch eher höhere Härtegrade bevorzuge ( obwohl ich die „Future World“ natürlich auch im Schrank zu stehen habe). Deshalb fokussiere ich mich nun eher auf das hier vorliegende Soloalbum des Sängers.

Letztes Jahr ist ja der tourneemäßigen Promotion der letzten PRETTY MAIDS- Scheibe der Corona-Lockdown reingegrätscht, außerdem wurde festgestellt, daß der als geheilt geglaubte Lungenkrebs bei Ronnie zurückgekeht ist, und das auch noch im unheilbaren 4. Stadium. Dergestalt vom Schicksal geschlagen hat sich der Frontmann nun aber nicht weinend ins Eck zurückgezogen, sondern hat die verbleibende Energie in das nun vorliegende Solo-Album gesteckt. Das ist Rock’n’Roll!

Und was dabei rausgekommen ist, kann sich auch hören lassen. Die metallischen Aspekte sind etwas zurückgeschraubt worden, größtenteils bestimmen Melodien und sanftere Klänge das Geschehen, obwohl auch mal rockiger in die Saiten gegriffen wird. Dazu die Stimme von Ronnie, die in all den Jahren und auch durch die Erkrankung nichts an Kraft eingebüßt hat.

Nun ist das kein Album zum Abschädeln und Feiern, vor allem, weil es dann doch auch eher persönliche Texte sind, die der Herr da verfaßt hat – allerdings ist es auch keine Scheibe, die man verheult im Ohrensessel hört. Denn hier ist auf jeden Fall noch genug Rock’n’Roll drin, um dem Melodic Rock- oder Hard-Rock- Fan eine gute Zeit zu geben. „One Shot“ bewegt sich im Bereich des AOR, stellt sich härtegradmäßig in die Abteilung WHITESNAKE und Co, und hat auch etwas von amerikanischen Bands dieser Sparte.

Das sind so die Songs, die morgens auf SWR1 laufen können. Sowas gibt einem dann schon mal einen kleinen Kick, ohne daß man sofort von 0 auf 100 schalten muß. Die Songs sind eingängig, setzen sich im Ohr fest und zeigen die jahrzehntelange Erfahrung von RONNIE ATKINS. Außerdem ist die Scheibe ein gutes Statement, daß man sich nach Schicksalsschlägen nicht auf‘s Altenteil zurückziehen muß.


Anspieltipps:„Real“ und „Subjugated“


Bewertung: 8,2 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Real
02. Scorpio
03. One Shot
04. Subjugated
05. Frequency Of Love
06. Before The Ride Of An Empire
07. Miles Away
08. Picture Yourself
09. I Prophesize
10. One By One
11. When Dreams Are Not Enough




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