CD-Reviews Q-S

SERAPH IN TRAVAIL – A Black Death Incense (2021)

(6.951) Clemens (7,5/10) Symphonic Death Metal


Label: DIY
VÖ: 19.03.2021
Stil: Symphonic Death Metal

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Musik für Musiker! So möchte ich absichtlich dieses Review beginnen, denn dies ist der erste Gedanke den ich bei den ersten Durchläufen von „A Black Death Incence“ von SERAPH IN TRAVAIL hatte. Und ich weiß, dass dies für viele und meines Erachtens auch zurecht ein Ausschlusskriterium ist. Das macht sich auch beim Verfassen dieses Reviews bemerkbar, da es wirklich schwer war, solch eine Musik „richtig“ zu rezensieren.

Wer sich in die Platte und die knappen 47 Minuten Spielzeit rein hört wird unweigerlich den Vergleich zu den Italienern von FLESHGOD APOCALYPSE ziehen. So haben die Jungs doch mit als erstes diese virtuose Musikkunst uns mit rasant schnell wachsendem Publikum und Aufmerksamkeit nähergebracht. Und dass die Amerikaner aus Philadelphia einen „ähnlichen“ Stil spielen, bzw. sich allgemein in diesem Fahrwasser begeben ist nicht anzufechten. Es geht nämlich schon beim Opener „Fixed And Dilated“ mit einer bombastischen theatralischen Soundwand los! Schnelle Gitarren und Blastbeats treffen auf eine verschlungene und nicht enden wollende Kette an verschiedenen Melodieläufen und Gitarren-Solis. Am Mikro wird zwischen Screams, Growls und Cleanen Gesang die gesamte Bandbreite einer Stimme eindrucksvoll demonstriert und an sich muss man erstmal versuchen hinter den teils wirren Songstrukturen und den kreativen Ergüssen der Musiker zu kommen.

Das ist schon faszinierend und bei solch einer Musik fragt sich wohl jeder, wie kann man sich das eigentlich für Liveauftritte alles merken? Ich weiß es nicht und um so eine komplexe Musik überhaupt erstmal zu schreiben muss man schon musikalisch mehr als nur was auf den Kasten haben und seine Instrumente 24/7 blind, im Schlaf und auf links gespiegelt über Kopf spielen können. Von daher wäre eine schlechte Bewertung rein musikalisch und künstlerisch komplett unmöglich, aber wie schafft man es nun, die Musik nicht mit 10 Punkten zu bewerten?

Ganz einfach, Musik für Musiker! Ich würde mal behaupten, dass viele, bzw. der Großteil der „normalen“ Hörer, mit der Art von Musik überfordert sind und damit einhergehen, dass man sich diese Art von Musik nicht immer anhören kann. Es ist garantiert nicht für jeden Anlass geeignet und somit für mich daher eher ein Kunstwerk von dem, was musikalisch möglich ist. Dies ist faszinierend, aber dennoch nicht unbedingt empfehlenswert und in dem Sinn hörbar. Dies liegt zum einen an den wirklich zu komplexen Songstrukturen und dem fehlenden Wiedererkennungswert. Von jedem gibt es hier einfach alles und man wird einfach mit der Masse an Information, so gut sie auch ist, überschüttet und kann sich letzten Endes dann an nichts mehr erinnern. Es fehlen ausdrucksstarke Merkmale, die durch das hohe Maß an Kreativität nicht existieren.

Für Fans dieser Extreme wird es definitiv ein gelungenes zusammenhängendes Werk sein, an dem sie sich mehr als nur satthören können. Musikalisch also eine deutliche 10 von 10. Aber auch wenn es eindrucksvoll und teilweise atemberaubend ist, bleibt für mich einfach zu wenig hängen, weshalb es im Vergleich zu allem was ich kenne und gerne höre eig. nur eine 5 von 10 Punkte Bewertung wäre.

Anspieltipps: keine, dass muss man zusammenhängend auf sich wirken lassen


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Fixed And Dilated
02. My Bitter End
03. When They Crown You Queen
04. In Hemmorrhagic Hues
05. Dead Scream Kill
06. For The Wrath Of Dying Days
07. The Apostate Coil
08. Across Bloody Waters




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