CD-Reviews Q-S

STRYCHNOS – A Mother’s Curse (2022)

(8.094) Maik (8,4/10) Black Death Metal


Label: Dark Descent Records
VÖ: 04.11.2022
Stil: Black Death Metal

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Schon seit 1998 krebsen die Dänen von STRYCHNOS im Gelände herum, müssen aber zwischendrin mal eine längere Pause eingelegt haben, denn erst in diesem Jahre 2022 kommt das Trio mit ihrem Debüt- Langspieler um die Ecke. „A Mother’s Curse“ heißt das gute Stück, enthält acht Songs, die sich ziemlich wandmäßig auf Euch zu walzen.

Metal Archives listet die Mucke einfach als Death Metal, doch haben die drei Kunstblutfanatiker einen ziemlichen Schub Schwarzpulver ins Geschütz geladen. Einige Riffs und die Gesangsarbeit haben den typischen skandinavischen Black Metal Flair inne, nur die walzenhafte Wucht der Mucke gibt dem STRYCHNOS- Panzer die nötige Todesbleischwere. Das wirkt dann teilweise wie ein Bastard aus alten DISSECTION und ASPHYX.

Gelegentliche Dissonanzen, wie zu Beginn von „Horror Sacred Torture Divine“ streifen kurz den Bereich des Post Black Metals, aber nur so weit, wie es die Atmosphäre des Albums benötigt. Und die ist düster, beklemmend fast, aber dennoch kraftvoll und brutal. Gerade der Klargesang- Chor am Ende des Titelsongs vermittelt das Bild einer kalten, verfallenen alten gotischen Kirche, in der sektiererische Apostaten finstere Rituale abhalten.

Gerade in eben erwähntem Song kommen auch diese harschen, sägenden Black Metal- Riffs zutage, die Schwarzmetallurgen der alten Schule eitel Freude ins corpsepaintverzierte Antlitz zaubern könnten. Darüber hinaus hat das Album auch eine eiskalte Produktion verliehen bekommen, die rau und frostig herüberkommt, aber keineswegs die ‚Low Fidelity‘- Tradition der alten BM- Schergen vermittelt.

Das ganze Album wirkt kalt, düster und beklemmend einerseits, brät aber andererseits auch kraftvolle Riffs in die Landschaft, und passt so zum Novemberwetter wie der berühmte Arsch auf den Eimer. So gesehen konnte die Band keinen besseren Augenblick für die Veröffentlichung wählen, wenngleich sie auch fast ein Vierteljahrhundert dafür benötigt haben.

Anspieltipp: „Blessed Be The Bastard Reign“ und „Horror Sacred Torture Divine“


Bewertung: 8,4 von 10 Punkten


TRACKLIST


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