CD-Reviews T-V

TENEBRO – Liberaci Dal Male (2021)

(6.854) Maik (2,5/10) Horror Grind


Label: Xtreem Music
VÖ: 23.02.2021
Stil: Horror Grind

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Dieser Six-Tracker der italienischen Horror-Deathgrinder TENEBRO dürfte wohl nur für die eingefleischtesten Harmonieverächter interessant sein. Die Band agiert irgendwie in der Interessengruppe von Fans wie MORTICIAN oder NECROPHAGIA, nur eben etwas schlechter. Man strebt definitiv die niederen Regionen an. In jeder Kategorie.

Das beginnt damit, dass sowohl Gitarren als auch Bass bis in Knöchelhöhe heruntergestimmt sind. Auch der Gesang ist ehr ein tieftönendes Grunzgeröchel, und ich wette, sie hätten am liebsten das Schlagzeug auch noch heruntergestimmt. Dafür hat man sich beim Arrangement der Songs Mühe gegeben, das Niveau so niedrig wie möglich zu halten. Findet man den Krach am Anfang noch ganz cool, macht sich doch schon recht bald eine gewisse Langeweile bemerkbar. Auch die vereinzelt eingesetzten Samples aus Splatterfilmen können daran kaum etwas ändern: Kannibalengeschmatze, hysterisches Opfergeschrei und natürlich die obligatorische Kettensäge.

Das Anfangsriff zu „Arte Funeraria“ erinnert fatal an das von „Acid Orgy“ von GOATLORD, und auch sonst fahren die beiden Jungs kaum Originalitätspunkte ein. Gesungen wird wohl in italienischer Sprache, aber der Knabe könnte auch in Suaheli, Xhosa oder Klingonisch singen, man versteht eh nur „Whooooohhh Whooouhhh Whooouuhhh“.

Vielleicht könnte man der Mucke noch den einen oder anderen Spaßfaktor entlocken, wäre das Werk nicht auch noch mit einer grottenschlechten Produktion gesegnet, die so dünn und schwammig daherkommt, dass der gesamte Kram klingt, als würde das abspielende Endgerät in Handtücher gehüllt in einem rostigen Eimer liegen. Da habe ich schon bessere Proberaumaufnahmen gehört. Hier hätte man vor einer CD-Veröffentlichung vielleicht noch mal versuchen sollen, aus dem Sound etwas herauszuholen. Ganz krass wird es, wenn der Drummer mal eine Blastbeatattacke hinlegt, die den dumpfen Instrumentalrest erstens total übertönt, und zweitens klingt, als würde jemand eine Schachtel Walnüsse schütteln.

Letzlich ist das Ganze wohl nur für Krachfanatiker interessant, die wirklich alles brauchen. Wir haben hier ein langweilig arrangiertes Scheibchen mit dem Gesang eines Wookiees mit Lungenkatarrh, welches zudem auch noch grottenmäßig produziert wurde. Hier kann ich mir wirklich nix mehr schönhören und ich habe es versucht, ehrlich. Aber auch nach sechs Hördurchgängen bleibt bei mir nur das geklaute GOATLORD-Riff hängen, und das ist in der heutigen Zeit einfach nicht genug.

Irgendwie möchten die beiden wohl auch anonym bleiben, was man ihnen kaum verdenken kann. Jedenfalls hält man sich im Verborgenen (Facebook und Co) und als Promofoto gibt es ein verschwommenes Bild im Stile von Radarblitzern, bei dem auch noch die Gesichter geschwärzt wurden. Sehr originell.


Bewertung: 2,5 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Cannibalismo Sanguinario
02. Arte Funeraria
03. Il Lamento Dei Malati
04. Seppellendo I Morti
05. Nel Terrore
06. All‘ Interno Del Cimitero




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