T-V

TETHRA – Empire of the void (2020)

(6.087) Olaf (10/10) Death/Funeral Doom

Label: Black Lion Records
VÖ: 20.03.2020
Stil: Death/Funeral Doom

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Ich halte mich durchaus für einen sehr bewanderten Menschen was Metal Bands angeht, was auch durch meine jahrelange, schreiberische Tätigkeit begründet ist. Manchmal aber flattert mir dann aber eine Truppe auf den Tisch, von denen ich, trotz 12jähriger Bandgeschichte noch nie etwas vernommen habe, sei es der Bandname, geschweige denn zur Leier getragene Lyrik. Im Falle der aus Novara im wunderschönen Piemont (ohne die erfundene Kirsche!) stammenden Tethra ein Versäumnis sondergleichen, denn was der italienische Doom Fünfer hier abliefert, ist in diesem Genre fast ohne nennenswerten Gegenpart.

Empire of the void“ nennt sich der dritte Rundling und hat mit dem gleichnamigen Candlemass Song absolut nichts gemeinsam, im Gegenteil, denn die Jungs vom Stiefel drücken die Doom Götter aus Schweden so gnadenlos an die Wand, was an mehreren Faktoren liegt. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands dieses Subgenres mischen Tethra mal fetten Funeral Doom der Marke Ahab mit melodiösen Elementen a’la Solitude Aeturnus und besitzen mit Clode einen Frontmann, der jedem einzelnen Song mit seiner extrem variablem Stimme einen eigenen Stempel aufdrückt, so dass im Gegensatz zu vielen anderen Bands dieses Genres keinerlei Langeweile aufkommt und sogar bei extremen Lavabrocken ein unfassbarer Abwechslungsreichtum vorherrscht. Der Junge kann alles, growlen oder bei der überragenden Bowie Coverversion von „Space oddity“ so schön singen, dass sich einige Tränchen im Augenwinkel sammelten.

Die Gitarren säuseln manchmal leise dahin, um dann in einer kleinen Gewaltorgie zu explodieren, die Rhytmussektion pumpt unablässig und selbst wenn bei „Gravity Pit Pt.3 – Ultimo Baluardo” und dem darauffolgenden Titeltrack keine Stimme zu hören ist, was mich alten Nörgler eigentlich von je her unfassbar nervt, schaffen es Tethra den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und selbst mich zufriedenzustellen. Das bei “A light year breath” auch noch ein weiblicher Gast vokaltechnisch ins Geschehen eingreift, verpasst dem Sound der Italiener noch einen weiteren Kick, der mir zwar ein klein wenig zu Gothic klingt, aber einmal mehr für den hier vorhandenen Abwechslungsreichtum Werbung macht. Dass das abschließende „Ison“ dann für Doom Death Verhältnisse die Messlatte noch einmal in schwindelerregende Höhen legt zeigt, mit was für einem grandiosen Album wir es hier zu tun haben. Für mich ein sicherer Anwärter auf die Top Ten des Jahres 2020!

Bewertung: 10 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Cosmogenesis
02. Cold blue Nebula
03. Gravity Pit Pt.1 - Ascension
04. Gravity Pit Pt.2 – Aeons adrift
05. Gravity Pit Pt.3 – Ultimo Baluardo
06. Empire of the void
07. Space oddity
08. A light year breath
09. Dying signal
10. Ison

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