T-V

THANTIFAXATH (2014)

"Sacred white noise" (1.170)

Kanada und Black Metal??? Also mir fallen genau zero kanadische Black Metal Bands ein. Umso schöner mein Bekanntwerden mit Thantifaxath. Was ein Name! Meine Fresse! Da denkt man nicht an Black Metal, sondern an kodeinhaltigen Hustensaft mit Brombeer-Holundergeschmack.

Geboten wird hier vertrackter, leidenschaftlicher schwarzer Metal, der wirklich spannend klingt und absolut authentisch rüber kommt. Der Opener , inklusive Intro, „The Bright White Nothing At The End Of The Tunnel” begeistert mich auf ganzer Linie. Das Riffing ist extraordinär. Eins Plus mit Sternchen und Bienchen und Teufelchen! Das Trio geht gar leidenschaftlich und ungestüm zur Sache. Die Musik spricht für sich. Was ich damit meine? Nun, man hört, wie viel Energie und Hingabe hier aufgebracht wird, um solche Prachtstücke abzuliefern, die jedes für sich, eine kleine Einheit bilden und durch eine gewiefte Produktion gekonnt in morbide Szenerien gesetzt werden. Mich freut, dass man bei jedem neuen Hördurchgang wieder etwas Neues entdeckt und die Platte trotz allem technischen Anspruch und gediegener Progressivität nicht nervt oder gar langweilt, wie das oft geschieht, wenn Wollen und Können nicht miteinander Tango tanzen. Sie können und sie wollen und sie machen das mitreißend und demütigen so manche alteingesessene Black Metal Band damit. Ich wünschte mir, dass manche alte Black Metal Heroes mal mit so einem Ansatz um die Ecke kämen. Ich will keine Namen nennen… Satyricon zum Beispiel. Was für Schwarzmetallgranaten lawinenartig hier aus den Boxen gerollt kommen, lässt mich frohlocken. „Where I end and the hemlock begins“ knallt mich weg und ich will das Ganze auf jeden Fall mal live sehen. Oh ja, es gibt doch noch wirklich positive Überraschungen in diesem Genre. Die sechs Titel überzeugen durchweg.

Manko ist für mein subjektives Empfinden der zwar passende und auch gute Kreischgesang, der natürlich adäquat ist, aber halt überhaupt nicht charakteristisch oder individuell klingt. Das fällt auf und da besteht Nachholbedarf, denn so leicht darf es sich eine Band dieses Kalibers nicht machen dürfen, beim Gesang auf Nummer sicher zu gehen und einfach das Übliche anzubieten. Das enttäuscht dann doch sehr. Musik top. Gesangsleistung knapp überdurchschnittlich.

Bewertung: 7,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. The Bright White Nothing at the End of the Tunnel
02. Where I End and the Hemlock Begins
03. Gasping in darkness
04. Eternally falling
05. Panic becomes despair
06. Lost in static between worlds

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