T-V

THE 11th HOUR

Lacrima mortis (2012)

Das neue Jahr ist gerade mal 6 Tage alt, da kracht mir ein solch tonnenschwerer Brocken auf den Tisch, das bereits jetzt die Planung zum Album des Jahres 2012 in vollem Gange ist. Ed Warby hat wieder mit seinem Projekt The 11th hour zugeschlagen und nach dem überragenden 2009er Album „Burden of grief“ mit dem Überhit „One last smoke“ (läuft immer noch in Heavy Rotation in meinem mp³ Player) mit „Lacrima mortis“ ein noch viel geileres Geschoss abgelassen, welches erneut nur so vor Heavyness strotzt, dass es einem die Kopfhörer von der Birne reißt.

War 2009 Rogga Johannson noch für die Growls zuständig hat sich Mister Ed (hihi) nun die Dienste des Officium triste Fronters Pim Blankenstein gesichert, der seinem Vorgänger in Nichts nachsteht, dennoch von Warby gehörig in den Schatten gestellt wird, denn erneut sind es die überragenden Fertigkeiten des Hail of bullets/Ayreon/ex-Gorefest Drummers, der alle Instrumente eingespielt und auch noch gesungen hat. Produziert hat er das Teil wohl auch noch, was die Einzigartigkeit dieses ultraharten Meisterwerks nur noch mehr unterstreicht. Ehrlich, von den im 8 Minuten Bereich angesiedelten 7 Songs ist keiner auch nur ansatzweise schlecht oder langweilig, das Gegenteil ist hier der Fall. Abwechslungsreichtum, geniale und innovative Instrumentalisierung, wo auch mal Platz für eine Geige oder ein Piano bleibt und eine Heavyness, die Ihresgleichen sucht. Doom hin oder her, fetter geht’s nicht. Allein die Candlemass Anleihen bei „Rain on me“, der funeral Doomer „Reunion illusion“, die „Hitsingle“ „The death of life“, bei dem Ed Warby zum niederknien singt oder der obergeniale Abschluss „Bury me“ beweisen eindrucksvoll, das Metal nicht schnell sein muss um brutal zu sein. Ed Warby beweist das Gegenteil, denn je langsamer The 11th Hour zu Werke gehen, desto kräftiger hämmert es aus den Boxen. Man hört Tiefe, Emotionen, Wut, Tristess aus den Songs und dem Wechselgesang und das alles zusammen ergibt einen Mix, der Seinesgleichen sucht.

Lacrima mortis“ ist bereits jetzt fest verankert in meinem Kopf bei der Suche nach dem besten Scheibchen des neuen Jahres und beweist erneut die Wandlungsfähigkeit des Ausnahmemusikers, der sich mit diesem Album ein eigenes Denkmal gesetzt hat. Ich will das Teil unbedingt live sehen und mir die Nackenwirbel ausrenken. Großes Lob und Anerkennung in das Land des Vize-Weltmeisters und frohes neues Jahr.

Bewertung: saufette 9,8 Punkte von 10

Trackliste:

01. We all die alone

02. Rain on me

03. The death of live

04. Tears of the bereaved

05. Reunion illusion

06. Nothing but pain

07. Bury me

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