T-V

THE ORDER

1986 (2012)

Mann verdammte Axt…ich könnte schwören, dass ich The Order schon irgendwann mal auf einem Festival begutachtet und für nicht unterhaltungswürdig erachtet hatte. Warum nur? Zuviel Bier? Kein Bock oder einfach nur auf Aggro Mucke gepolt? Keine Ahnung, denn was die Schweizer auf ihrem nunmehr vierten Album, wobei ich keines der vorangegangenen Werke kenne, namens „1986“ bieten, ist gaaaaanz altes und traditionelles Hard Rock Theater, welches griffig ist, gut ins Ohr geht und einfach Spaß macht. Warum?

Dafür gibt es eine ganze Latte an Gründen. Zum Einen dieses herrliche Rumwühlen in der musikalischen Vergangenheit solcher illustren Herren wie Dokken, Poison oder Mötley crüe, denen die Eidgenossen mit „Damn hot chick“ ein musikalisches Denkmal gesetzt haben. Geklaut? Neeeee…naja…vielleicht ein bisschen, macht aber gar nüscht, wenn man es so gut macht wie The order. Hier ist alles so richtig schön retro…leider auch der Sound, der meinem Empfinden nach selbst 1986 besser hätte ausfallen können. Nun können sich die Jungs sicherlich keinen Soundmeister wie Michael Wagner oder was-weiß-ich-wen leisten, der ihnen auch noch die Klangfarbe ihrer Idole hingezaubert hätte…doch dafür haben sie aus dem was sie haben das Beste gemacht. Auch das Cover brüllt förmlich nach den alten 80er Schinken…sexistisch, provokant, großartig. Gianni Pontillos Stimme braucht sich ebenfalls nicht vor den großen Vorbildern zu verstecken, die Instrumentalisierung, vor allem beim besten Song „Heart breaking rebel blood“, ist stimmig, rockig und rollig. Einzig die etwas cheesige Ballade „Under the rain“ fällt etwas ab…obwohl, die waren in den Achtzigern ja auch auf der Tagesordnung. O.k., auch hier alles richtig gemacht.

1986“ hält, was es verspricht, denn mehr retro geht nicht. Ich find’s geil, dass sich eine Band heutzutage noch traut, solch ein Album zu veröffentlichen, welches mit seinen Texten, dem ganzen Feeling und dem erwähnten Coverartwork auf fast alle gängigen Konventionen scheißt und sämtliche Marketingstartegien ad absurdum führt. Weiter so Jungs und das nächste Mal werde ich mir Euch live auch komplett reinziehen, versprochen.

Bewertung: nostalgisch angehauchte und durchaus als sehr gut zu wertende 7,5 von 10 Punkten

Tracklist:

01. The power of love

02. Long live Rock’n’Roll

03. Generation white line

04. Lonely nights

05. Fire it up

06. Under the rain

07. Damn hot chick

08. Heart breaking rebel blood

09. Dreaming Hollywood

10. Stop lying in the name of love

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