T-V

THE VINTAGE CARAVAN (2014)

Voyage

Besonders schwierig dürfte es nicht zu erraten sein, wie eine Band klingt, die den Begriff „Vintage“ in ihren Bandnamen integriert hat. Und in der Tat haben sich die isländischen Jungspunde - die zwar mittlerweile bereits knapp vor dem Ende ihres Teenie-Daseins stehen, jedoch angeblich schon im Alter von ganzen 12 Lenzen diese Band gegründet haben – Sounds verschrieben, die allesamt zwischen Ende der 60er und Mitte 70er Jahre zu verorten sind.

Nachvollziehbar also, dass sich diese Jungs in ihrer Kindheit / Jugend an diversesten Perlen der elterlichen Kollektionen ergötzt haben, wobei man auf Grund der Ausführungen auf vorliegendem zweiten Album des Trios feststellen kann, dass diesbezüglich auf jeden Fall Led Zeppelin, Black Sabbath, Jimi Hendrix, Cream und Deep Purple aber auch diverseste Prog-Helden wie King Crimson oder Pink Floyd dabei gewesen sein müssen.

Doch die drei Burschen haben keineswegs im Sinn bloß diesen Vorbildern nachzueifern, sondern lassen auf “Voyage“ erkennen, dass es sehr wohl oberste Priorität gewesen ist, trotz all dieser Einflüsse nach Möglichkeit etwas Eigenständiges zu kreieren. Und dieses Unterfangen ist - mit einigen Ausnahmen, in den die “Ideengeber“ fast schon unverschämt offensichtlich werden, wie etwa im Titelsong, das mehr nach einem Jimmy Page-Tribute klingt denn nach einer Eigenkomposition – auch durchaus passabel gelungen.

In erster Linie deshalb, weil man sich nur ganz selten zu sehr an eine einzelne Inspirationsquelle hält und stattdessen immer wieder gekonnt unter Beweis stellt, dass man viel vom Arrangieren und dem Kombinieren unterschiedlicher Gangarten versteht und so quasi auf Umwegen zum eigentlichen Ziel kommt.

In Summe ist “Voyage“ als gelungenes, zeitlos relevantes Teil zu bezeichnen, wobei hinzuzufügen ist, dass sich auf Grund der Stilistik eher die “ (Groß)Eltern-Generationen “ davon angesprochen fühlen wird. Allen Altersgenossen der Isländer sollte man zudem noch deren intensive Hingabe zu derlei essentiellem Kulturgut vermitteln, weshalb das Teil durchaus auch einen gewissen Anspruch auf “Lehrauftrag“ innehat.

Bewertung: 8,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Craving
02. Let Me Be
03. Do You Remember
04. Expand Your Mind
'05. M.A.R.S.W.A.T.T.
06. Cocaine Sally
07. Winterland
08. Midnight Meditation
09. The Kings Voyage

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