CD-Reviews T-V

TOMBS – Ex Oblivion (2022)

(7.889) Maik (7,4/10) Post Metal


Label: Seasons Of Mist
VÖ: 13.07.2022
Stil: Post Metal


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Seit anderthalb Dekaden sind nun auch schon die Brooklyner TOMBS aktiv. Und wenn sie früher auch als Black Metal Act unterwegs waren, hat sich ihr Musizierstil inzwischen gewaltig gewandelt. Momentan firmieren sie unter der Sparte Post Metal.

Nun habe ich ja früher schon ab und an postuliert (sic!), dass diese ‚Post‘- Vorsilbe für alles herhalten muss, was sich nicht eindeutig einer Kategorie zuordnen lässt. Und wenn man zehn Post Metal- Bands hört, bekommt man elf verschiedene Definitionen ans Bein gekleistert.

TOMBS haben es nun geschafft, auf ihrer neuen 5-Track-EP mindestens vier neue Spielarten dieses ominösen Post Metal zu präsentieren, wobei allerdings irgendwie auf frühere Musikstile zurückgegriffen wird. Das beginnt mit dem Opener und gleichzeitig Titletrack „Ex Oblivion“, der ein wenig in die Richtung Gothic Doom schielt. Ein wenig schimmert rifftechnisch noch die Schwarzmetallvergangenheit durch, aber dadurch, dass sich auch der Gesang eher im Klarbereich abspielt, muss man da schon genauer hinhören.

„Killed By Death“ kann man fast schon als Hard Rock bezeichnen. Allein die Gitarrenarbeit und der einprägsame Mitsingchorus lassen leichte Parallelen zu ALICE COOPER oder LORDI aufflammen, ist also eher dem Horror- Rock zuzuordnen, dies allerdings in einer recht gefälligen Form. Beim nun folgenden „Commit Suicide“ kommt noch eine leicht punkige Note hinzu, und auch hier muss ich weit in die Vergangenheit greifen, um eine Band zu finden, die eine ähnliche Atmosphäre verbreitet hat. Und zwar rede ich von CALHOUN CONQUER, speziell deren „…And Now You’re Gone“ -7“. Falls die noch jemand kennt.

Die letzten beiden Stücke, „Sombre Ruin“ und „Murder Legendre“ schlagen in eine völlig andere Kerbe. Eher an elektronische Industrial/Ambient- Musik der düsteren Sorte angelehnt, mit düsterem Sprechgesang und sphärisch- gruseligen Sounds, bedienen diese beiden Songs eine völlig andere Richtung. Man könnte die rein elektronischen Alben von BEHERIT oder die Musik von MZ 412 als Vergleich heranziehen, trifft den Nagel damit allerdings auch nicht wirklich mittig auf den Kopf.

So richtig komme ich mit dem Mini-Album also nicht wirklich klar. Die ersten drei Songs, obwohl stilistisch völlig unterschiedlich, haben das gewisse Etwas, doch die beiden letzten Stücke sind eher atmosphärisch angelegt, und wollen so gar nicht zur anfänglichen Triade passen.

Es könnte ja sein, dass TOMBS auf dieser EP verschiedene Sachen ausprobieren wollten, um selbst zu sehen, wohin der künftige musikalische Kurs geht. Es bleibt dem Hörer überlassen, ob er die Band auf diesem Wege begleitet. Der rein schwarzmetallisch Interessierte wird vielleicht seine Probleme mit der Mucke haben, wer da etwas offener ist, findet sicher etwas für sich auf dieser Minischeibe.

Anspieltipp: „Commit Suicide“


Bewertung: 7,4 von 10 Punkten


TRACKLIST



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