CD-Reviews T-V

TRANSPORT LEAGUE - Kaiserschnitt (2021)

(7.273) Stephan (8,0/10) Groove Metal


Label: Mighty Music
VÖ: 27.08.2021
Stil: Groove Metal

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Meine Affinität zur skandinavischen, ins besonderen schwedischen Braukunst sollte für sicher niemanden mehr ein Geheimnis sein. So ist es auch nicht verwunderlich, sich mit den Urgesteinen (mittlerweile kann man sie schon so nennen) von TRANSPORT LEAGUE auseinanderzusetzen. Die Herren treiben nun mittlerweile seit 1994 mit mal mehr und mal weniger Aufmerksamkeit in der Szene ihr Unwesen. Auf eine Split im Jahr 2005, folgte die Reunion im Jahr 2009. Die Band wurde seinerzeit durch Sänger und Gitarrist Tony Jelencovich gegründet. Einigen vielleicht noch ein Begriff, als Frontmann von B-THONG oder seiner Liaison mit den dänischen MNEMIC.

Das die Band im Laufe der Geschichte immer wieder mal ausprobiert und sich immer mal wieder neu gefunden hat ist auch kein Geheimnis. Siehe man nur das Schweinerock-lastige Debüt „Stallion Showcase“ 1995 oder das Nu-Metal lastige „Multiple Organ Harvest“ 2003 bzw. die erwachsener wirkenden Alben nach der Reunion. Anno 2021 sind die Jungs ein wenig weiter ausgereift. Weniger Schmutz, weniger Dreck in den Songs, trotzdem ziemlich fett und druckvoll produziert, nach wie vor klare Aussagen. Der Opener „Atomic“ erinnert mit seinem charakteristischen Groove stark an Onkel Max und SOULFLY. Auch die zweite Nummer „Criminal Energy“ geht gut nach vorne, die benannten Vibes sind auch hier zu verorten. Mit „Me the cursed“ taucht die erste Ballade der Platte auf. Coole düstere etwas schwere Stimmung, CATHEDRAL lässt grüßen

Nicht ganz so düster, etwas minimalistisch, aber nicht weniger Fett kommt „Nailsorber“ daher. „Titty Coma Status“ kann den Vorgänger in Sachen Minimalismus nochmal toppen, der Song brauch aber auch nicht mehr. Auf dem Titeltrack „Kaiserschnitt“, an dem Christian Sture (H.E.A.L.) als Gast mitwirkt, kommentiert Tony selbst: "Manchmal passieren Dinge im Leben so plötzlich, fast schon wie bei einem Katastrophenzustand. Das setzt einen starken Verstand voraus, Entscheidungen müssen sehr schnell getroffen werden, denn es könnte eine Frage von Leben und Tod sein. Die Wunde wird heilen, aber die Narben bleiben.“ „March, Kiss, Die“ ist eine Singleauskopplung mit Sal Abruscato (A PALE HORSE NAMED DEATH, ex-TYPE-O-NEGATIVE, ex-LIFE OF AGONY) als Gaststimme, welche sich nach der gemeinsamen Europatour natürlich angeboten hat. „Mit „Autumn Moon“ gibt’s nochmal eine gute Doom Nummer. „Death Klinik“ und „Unburden Woes“ kommen etwas progressiv daher. Den cleanen Refrain hätte auch ein Mike Patton nicht besser bringen können.

Wer die Typen noch nicht auf dem Schirm hat und sich an CORROSION OF CONFORMITY, CATHEDRAL oder auch FAITH NO MORE zu „King For A Day“ Zeiten ergötzen kann und natürlich dem guten Schuß „Moderne“ nicht abgeneigt ist, wird hier vielleicht seine neue Perle finden.

Anspieltipps: „Atomic“ & „Unburden Woes


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Atomic
02. Criminal Energy
03. Me the Cursed
04. Nailsober
05. Titty Coma Status
06. Kaiserschnitt
07. March, Kiss, Die
08. Sound
09. Autumn Moon
10. Death Klinik
11. Unburden Woes




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