CD-Reviews T-V

TRIAL – Feed the fire (2022)

(7.948) Maik (8,0/10) Heavy Metal


Label: Metal Blade
VÖ: 02.09.2022
Stil: Heavy Metal

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Wie Olaf kürzlich schon mal in einer unserer Audioshows angekündigt hat, wird der September fett, was Veröffentlichungen angeht. Und schon am ersten VÖ- Freitag geht das ungebremst los. TRIAL aus Schweden präsentieren uns ihr viertes Album. Und hatte der Vorgänger „Motherless“ scheinbar etwas polarisiert, haben sich TRIAL einen Dreck um die ‚Make it or break it‘- Regel geschert. Zwar ist der Combo im Jahre 2019 auch noch Originalsänger Linus Johansson abhandengekommen. Tja, und dann kam Corona. Aber da ‚Trial‘ nicht nur Versuch heißt, sondern irgendwie auch ‚nicht aufgeben!‘, melden sich die Schweden nun stärker denn je zurück.

Bands wie PORTRAIT, frühe ENFORCER, IN SOLITUDE, RAM und wie sie alle heißen, haben ja diese Verbindung von IRON MAIDEN und MERCYFUL FATE zu einer neuen Stilrichtung gemacht, und auch TRIAL spielen in dieser Liga. Der neue Sänger Arthur W. Andersson gibt auf „Feed The Fire“ seinen LP- Einstand, klingt etwas höher als sein Vorgänger und schiebt den Sound etwas in Richtung ENFORCER. Aber eben nur gesanglich. Denn kompositorisch geht es doch tatsächlich mehr in die Richtung PORTRAIT oder RAM.

Das heißt im Klartext, die Mucke hat den klassischen Touch des Heavy Metal der 80er Jahre, verbindet klassische Metalharmonien – inklusive Twinguitars – mit neuerem Schwedenmetalsound und bedient so den gealterten Metaller genauso wie den jüngeren Heavy Metal- Fiend. Besonders originell ist das natürlich nicht, aber dennoch irgendwie cool. Und wenngleich sich TRIAL nicht sonderlich von den oben erwähnten Bands abheben, ist ihnen doch ein recht unterhaltsames Album gelungen, welches einfach locker flockig ins Ohr rutscht.

Melodien gibt es en masse, ins besonders bei den verspielten Gitarrensoli, doch haben TRIAL eben diesen, wie ich es immer nenne, ‚apokalyptischen Touch‘ in ihren Songs, den ich eben gerade bei ENFORCER in letzter Zeit etwas vermisse. Das kommt vor allem bei „Snare Of The Fowler“ zum Tragen. Solche Songs würde ich mir heutzutage von IRON MAIDEN wünschen.

Und der Titelsong „Feed The Fire“ hat sogar etwas Episches, Hymnisches, und könnte glatt von einer Power Metal- Band stammen.  Der Slo-Mo- Track „The Faustus Hood“ hat fast ein wenig Doomigkeit in sich. Überhaupt scheinen die etwas langsameren Stücke zu überwiegen, besonders in der zweiten Hälfte des Albums. Gerade das mit über neuneinviertel Minuten stark ausgewalzte „The Crystal Sea“ wirkt da ein wenig zu lang.

Alles in allem konnte mich „Feed The Fire“ nicht so wegreißen wie die letzte PORTRAIT oder die zweite IN SOLITUDE, spielt aber dennoch im oberen Drittel mit und man kann definitiv konstatieren, dass TRIAL anno 2022 die besseren ENFORCER sind. Das Material ist mit vielen Melodien angereichert, dennoch hat die Mucke, trotz des hellen Gesangs, einen ziemlichen Touch Düsternis.

Anspieltipp: „Snare Of The Fowler“ und „Quadrivium“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


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