T-V

TWILIGHT OF THE GODS

Fire on the mountain (2013)

An sich klingt die Geschichte dieser Formation wie die Bio jeder zweiten Nachwuchsband: Ein Haufen ambitionierter Musiker tut sich zusammen um der gemeinsamen Vorliebe für eine bestimmte Band zu frönen und versucht deren Kompositionen auf mehr oder weniger eigenständige Weise zu intonieren. Doch bei Twilight Of The Gods handelt es sich um ein ganz besonderes Exemplar jener “Gattung“, schließlich haben wir es hierbei mit der Zusammenrottung von im Underground mehr als nur respektierten Musikern (allen voran: Sänger Alan Averill, der als A. A. Nemtheanga mit Primordial seit langen Jahren für atmosphärische Gänsehautsounds sorgt und trotz der an sich recht harschen Ausrichtung seiner Band längst auch von dieser Gangart nur bedingt zugeneigten Zeitgenossen akzeptiert wird; aber auch die Gitarristen Patrik Lindgren (Thyrfing) und Rune Eriksen (Aura Noir, sowie früher bei Ava Inferi und Mayhem am Start) und die Rhythmusabteilung Frode Glesnes (Einherjer) am Bass und Drum-Vieh Nick Barker (u.a. Lock Up, sowie ex-Cradle Of Filth und Dimmu Borgir) haben eine mehr als nur imposante Bio auf der Haben-Seite stehen) zu tun. Nicht minder speziell ist zum anderen, dass dieses Unternehmen mit dem Hintergrund ins Leben gerufen wurde das Vermächtnis der allmächtigen Bathory am Leben zu halten und deren Songs zunächst anlässlich diverser Festivals zum Besten zu geben.

Daraus hat sich nun also die Intention entwickelt nicht mehr bloß die Kompositionen unseren Helden Quorthon wiederzugeben, sondern sich auch selbst an die Arbeit zu machen und eigenes Material zu verfassen und aufzunehmen. Gesagt, getan und wie auf Grund der Besetzung auch nicht anders zu erwarten, haben wir es bei vorliegendem Album mit einem echten Leckerli für jeden Heavy Metal-Maniac zu tun.

Fire on The Mountain“ lässt sich zwar an sich relativ simpel als traditionelles Metal-Album bezeichnen, das auch keinen Liebhaber von epischen Metal-Klängen enttäuschen wird. Ganz bestimmt nicht, denn das Quintett schafft es nämlich durchaus in Regionen vorzudringen die von der atmosphärischen Dichte durchaus an frühe Manowar erinnern und darüber hinaus lassen Twilight Of The Gods auch eine mehr als nur deutliche Affinität zu frühen Klassikern aus dem Hause Judas Priest erkennen – nachzuhören vor allem in “Preacher Man“, das mit “Screaming For Vengeance“-Intensität daherkommt. Völlig ohne typisches Bathory-Pathos ging es aber scheinbar doch nicht, weshalb man immer noch Zutaten davon im Klangbild vernehmen kann. Wenig verwunderlich allerdings, denn dabei handelt es sich um exakt jene Art von Musik, die alle involvierten Musiker seit langen Jahren begleitet.

Doch trotz aller musikalisch hier zutreffenden Querverweise verfügt diese Truppe über ein verdammt hohes Maß an Eigenständigkeit und zwar durch die einmal mehr geniale wie unverkennbare, ausdrucksstarke Stimme von Alan, der im Verlauf der Spielzeit zudem mehrfach unter Beweis stellt, dass er sein Gesangsspektrum in den letzten Monaten sogar noch erweitern konnte und längst zur Liga der ganz großen Stimmband-Akrobaten zu zählen ist!

Bewertung: 8,0 von 10 Punkten

01. Destiny Forged in Blood
02. Children of Cain
03. Fire on the Mountain (1683)
04. Preacher Man
05. Sword of Damocles
06. The End of History
07. At Dawn We Ride

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