T-V

VADER – Solitude in madness (2020)

(6.225) Olaf (7,0/10) Death Metal

Label: Nuclear Blast
VÖ: 01.05.2020
Stil: Death Metal

FacebookwwwKaufenMetal Archives





Hui, da hat wohl jemand zukünftig vor, ähnlich wie Slayer, ein ganzes Album im Zugabenblock anstehender Shows zu spielen, oder wie soll man 11 Songs und eine Gesamtspielzeit von knappen 29 Minuten, bzw. 27 Minuten, wenn man das Acid Drinkers Cover „Dancing in the slaughterhouse“ abzieht, anders erklären? Die Tape-Fraktion, die noch irgendwo eine TDK SA-X 60 herumliegen hat, wird es mächtig freuen, neben „Reign in blood“ endlich auch ein zweites Album auf die B-Seite packen zu können, allerdings kann das polnische Todesblei Aushängeschild nicht einmal annähernd an die Klasse des „anderen“ erwähnten Albums heranreichen, was natürlich auch ein wenig der unterschiedlich gearteten stilistischen Ausrichtung geschuldet und quasi ein Vergleich „Äpfel-Birnen“ ist. Dennoch bleibt es mir unerklärlich, wieso Vader es in drei Jahren nur auf so wenig neues Material gebracht haben, die von mir kritisierte „Thy messenger“ aus dem Vorjahr mal außen vor gelassen.

Natürlich ist die technische Klasse der Herren Musiker, allen voran das Drumming von James Stewart, komplett kritikresistent und auch die Produktion ist fett, etwas thrashiger, weniger deathig, doch die Songs an sich wollen selbst nach mehrmaligen Durchlauf einfach nicht zünden und es verblieb ein weiterer fader Beigeschmack. Ja klar könnte man jetzt sagen, dass das alles dadurch viel griffiger oder eingängiger geworden ist, doch das isses halt ganz und gar nicht. Statt rasend schnell durchs Unterholz zu pflügen, hätte man gerne auch mal wieder ein wenig mehr ins Songwriting investieren können, um vielleicht irgendwann mal wieder an das Meisterwerk „Tibi et igni“ heranzukommen. Stattdessen klingen einige Songs mehr nach B-Ware aus vergangenen Sessions und es tut mir weh, solche Worte zu verfassen, denn mit „And satan wept“, „Despair“ oder „Final declaration“ hat man richtig fette, todesbleiernde Giftpfeile im Köcher, die allerdings auch von jeder anderen Kapelle hätten stammen können und sich lediglich beim Drumming von der Masse abheben. Ok, die Terrorizer/Venom Reminiszenz „Stigma of divinity“ ist wirklich ein richtig geiles Teil, doch im Nachhinein ist das alles einfach zu wenig für solch eine überragende Band wie Vader nun mal eine ist. Manchmal ist weniger mehr. Dies trifft hier leider nur bedingt zu.

Bewertung: 7,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Shock and awe
02. Into oblivion
03. Despair
04. Incineration of the gods
05. Sanctification denied
06. And Satan wept
07. Emptiness
08. Final declaration
09. Dancing in the slaughterhouse
10. Stigma of divinity
11. Bones

Social Media

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

P P P

Z.O.F.F. 2020

alter Z.O.F.F.

On Tour

VERLOSUNGEN

ZO SONGCHECK

V.I.P.

Schrod's...

wo wir sind

Der Patch

Join the Army

Damit das klar ist