T-V

VALLENFYRE (2014)

"Splinters"

Als uns Gregor Mackintosh vor drei Jahren das Debüt dieses Unternehmens mit dem Titel “A Fragile King“ auftischte, erklärte der Paradise Lost-Gitarrist, dass er sich etwas suchen musste, dass weit weg von seiner Stammband war. Nachvollziehbar, schließlich hatte der Brite mit sich selbst zu tun und musste sich musikalisch quasi selbst therapieren um den Tod seines Vaters verarbeiten zu können.

Besagtes Teil wurde aber nicht nur deswegen wohlwollend aufgenommen, sondern vorwiegend deshalb, weil Gregor darauf schlicht und ergreifend reichlich Material lieferte, das ,man in seiner simplen wie effektiven und tiefschürfenden Doom-Simplizität von Paradise Lost nicht erwarten kann.

Von daher war die Vorfreude auf den Zweitling entsprechend groß und der Protagonist wie auch seine Mitstreiter (u.a. sind erneut Gitarrist Hamish Glencross (My Dying Bride) und Drum-Vieh Adrian Erlandsson mit dabei) liefern ein Teil, das zwar eine logische Fortsetzung darstellt, sich stilistisch jedoch deutlich vom Debüt unterscheidet.

Zunächst irritiert uns die Truppe zwar mit “Scabs“ zwar ein wenig und liefert eine Nummer, von der wohl nicht nur ich sage, dass wir uns Paradise Lost immer noch exakt SO wünschen würden, doch der melancholische “Gothic“-Anstrich ist schon beim folgenden “Bereft“ nicht mehr zu hören.

Stattdessen gibt es damit - und in weiterer Folge immer wieder - derbsten Old School-Doom/Death in einer Variante, wie man ihn wohl auch von frühen Celtic Frost nur zu gern ein Empfang genommen hätte. Doch das material wird keineswegs ausschließlich in Slow-Motion gehalten, wie unter anderem der brachial-eruptive Anderthalbminüter “Instinct Slaughter“ beweist, der in Napalm Death-Stil runtergebolzt wird.

Noch intensiver kommt jedoch “Savages Arise“ , in dem Gregor nebst Mannschaft gar zur Bolzenschleuder (!) greift und damit auch beweist, dass er Death Metal in jeglicher Form darbieten kann. Da auch die Hingabe in jeder Sekunde zu spüren ist und das Album in einem authentisch räudigen Soundkostüm dargeboten wird, dürfte für die Old School-Deather klar sein, was zu tun ist.

Bewertung: 8,0 von 10

Tracklist:
01. Scabs
02. Bereft
03. Instinct Slaughter
04. Odious Bliss
05. Savages Arise
06. Aghast
07. The Wolves Of Sin
08. Cattle
09. Dragged To Gehenna
10. Thirst For Extinction
11. Splinters

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