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VAMPYROMORPHA – Herzog (2019)

(5.908) Maik (9,0/10) Gothic Doom

Label: MDD Records
VÖ: 29.11.2019
Stil: Gothic Doom

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VAMPYROMORPHA ist die zoologische Bezeichnung für Vampirfledermausähnliche Lebewesen. Die derart benamte Band hatte hier aber wohl weniger die kleinen putzigen Tiere im Sinn, als sie sich den Namen ausgesucht haben. Eher sind hier die Wesen gemeint, die unter einer Bloody Mary nicht das Mixgetränk auf Basis von Tomatensaft und Wodka meinen. Vampire!

Dargeboten wird eine Mischung aus Doom, Gothic, Rock, Metal mit horrormäßigen Texten. Und wenn ich Horror meine, dann nicht irgendwelche Splatterorgien, sondern der gute alte Horror, wie ihn die Hammer-Studios aufs filmische Zelluloid gebannt haben. Gruselig, aber mit einem Hauch Fun. Und wer bei der Mischung nun an DEATH SS denkt, liegt nicht hundertprozentig falsch, besonders der Opener „Darkness Whore“ hat etwas von Steve Sylvester und seiner Maskentruppe. („Listen to them, the whores of the night….what sweet music they make…Jaaa….Jaaa…..Jaaaaaaaa… Ahhhhhh…., sorry, den Kalauer konnte ich mir nicht verkneifen) Ansonsten lassen es VAMPYROMORPHA einfach fließen und stanzen eingängige, treibende Songs in den Friedhof, und lassen sich von allem inspirieren, was paßt. „Cannibal Musical“ hat etwas von DANZIG, „Witchlicker“ beginnt mit einem Riff, welches an BLACK SABBATHs „Paranoid“ erinnert, sich dann aber zu einer flockig-mitreißenden Gothic- Rocknummer mit leichtem Motörhead-Einschlag entwickelt. Mein Favorit auf dem Album. Und das abschließende „Vampyromadness“ bietet ein fulminantes Finale, nachdem einem wieder schmerzhaft bewusst wird, dass interessante, abwechslungsreiche Alben eigentlich viel zu kurz sind.

Markus von MDD Records hatte ja schon immer ein besonderes Händchen für Bands, die etwas aus dem Einheitsbrei herausragen. VAMPYROMORPHA unter seine Fittiche zu nehmen, war mal wieder so ein genialer Streich. Ich finde die Mucke Spitze, da die Songs alle straight gespielt sind, auf überbordende Effekte und inflationär eingesetzte Samples verzichtet, einfach nur treibt, und stampft, und rockt und Spaß macht. Kaufen! Warum das Album nun „Herzog“ heißt, habe ich zwar nicht herausgefunden. Ist aber auch Wurscht.

Anspieltipp: „Cannibal Musicalund „Witchlicker“

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Darkness Whore
02. Deadlier Than Dracula
03. Cannibal Musical
04. The Thirsty Dead
05. Waiting And Die
06. The Dead Walks Home Alone At Night
07. Witchlicker
08. Vampyromadness

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