CD-Reviews T-V

VERTHEBRAL – Abysmal Decay (2019)

(5.954) Clemens (5,5/10) Death Metal

Label: Transcending Obscurity Records
VÖ: 27.12.2019
Stil: Death Metal

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Das Jahr 2020 kann kommen und wir läuten es am besten mit Death Metal aus dem Hause Transcending Obscurity ein. Eines meiner Lieblingslabels das ich durch die Arbeit bei ZO kennenlernen durfte und welches mich fast immer mit feinstem Death Metal versorgt hatte. Die Betonung liegt in diesem Fall leider wirklich bei dem „fast immer“. Ich werde nämlich nicht wirklich mit dem 2019er Release-Nachzügler von VERTHEBRAL aus Paraguay und deren 2ten Album „Abysmal Decay“ warm. Als zum ersten Mal der Opener „Ancient Legion“ ertönt war die Stimmung noch anders. Schön fiese und tragende Riffs donnerten in der genretypischen dreckigen Art und Weise auf mich ein und ich konnte es kaum erwarten, was da noch so auf mich zu kommt. Der dann recht schnell folgende, für mich aber zu laut und über dem Geschehen gemischte „Gesang“ hat die Stimmung dann zum ersten Mal gebremst. Schade, aber gleichzeitig hat es irgendwie die Hoffnung auf eine schicke old school Death Metal Platte aufflammen lassen, welche dann evtl. nur etwas Gewöhnung bedarf. Und das braucht „Abysmal Decay“ auch. Zeit, viel Zeit und das obwohl die Platte nur knappe 20 Minuten füllen kann. Aber selbst dies ist ein Vorteil des Silberlings, da ich wirklich sehr viele Durchläufe gebraucht habe um mich da rein zu hören anstatt gleich einen Veriss zu schreiben. Wieso? Irgendwie kribbelte es nämlich in meinen Fingern und die Platte und ihre Höhepunkte neben dem Opener, wie z.B. „Coronation Of Envy“ oder auch “Isolation Room“ wissen zu überzeugen. Schicker Death Metal, zwar nichts neues, aber wirklich gut hörbar und zum Kopf schütteln. Aber ähnlich wie dieses Review kommt das Album nicht zu Potte, bzw. wird unnötig unterbrochen und lässt gar gute Ideen einfach an der falschen Stelle fallen. Großes Beispiel ist da die akustische Unterbrechung bei „The Art Of Perversion“. Die Einlage an sich ist gut gemacht und kann dem Death einen schönen Abwechslungsreichen Charme verleihen. Aber definitiv nicht an dieser Stelle und in der abrupten Art und Weise völlig aus dem Nichts heraus. Als ob man aus 2 verschiedenen Songs 1 gemacht hat, aber dennoch jeden Song komplett erhalten wollte und da noch ein Intro für die Scheibe übrig war, hat man dieses einfach als Kleber zwischen den beiden Schnittstellen reingequetscht. Der darauffolgende Titeltrack hat es dementsprechend schwer die Kurve zu kriegen und da dieser dazu auch noch recht wirr viele Riffs in einem Song versucht unter zu kriegen, könnte man schon fast meinen, dass der Fauxpas beim vorherigen Song die ganze Struktur des Albums durch einander gebracht hat. Erst Track Nummer 4 „Isolation Room“ knüpft wieder an den positiven Punkten des ersten Titels an und macht dann wieder richtig Spaß zu hören, ähnlich wie der fast noch bessere und auch letzte Song „Coronation Of Envy“. Hier kommen die interessanten Soloeinlagen, welche über das Album verstreut sind, wirklich perfekt zur Geltung und bilden eine gute Grundlage, sowie ein Wiedererkennungsmerkmal, welches man beim nächsten Mal weiter ausbauen sollte. Schwer ein Fazit und eine Bepunktung aus dem ganzen Hin und Her zu ziehen, weshalb die goldene Mitte mit Neigung in Richtung der 10 wohl ein fairer Kompromiss aus allen darstellen sollte.

Bewertung: 5,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Ancient Legion
02. The Art Of Perversion
03. Abysmal Decay
04. Isolation Room
05. Coronation Of Envy

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