T-V

VISCERA - Obsidian (2020)

(6.075) Siggi (9,4/10) Modern Tech Death Metal

Label: Unique Leader Records
VÖ: 06.03.2020
Stil: Modern Tech Death Metal

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Die britischen Viscera gründeten sich 2019. Inspiriert von Bands der 90er und 00er Jahre - insbesondere Pantera, Meshuggah, At The Gates, The Black Dahlia Murder und Killswitch Engage - kombiniert Viscera diese Einflüsse mit Modern Tech Death und garniert diese mit Deathcore Elementen.

Die Band veröffentlichte am 29. Oktober 2019 ihre Debütsingle „Lamb To The Slaughter" und die Folgesingle „Obsidian“ kam dann vorab mit der Ankündigung der FACES OF DEATH TOUR mit Decapitated, Beyond Creation, Ingested und Lorna Shore im März 2020 in Großbritannien und Europa.

Visceras Debütalbum „Obsidian“ wird am morgigen 6. März 2020 über Unique Leader Records veröffentlicht, pünktlich zum Tourstart und der Show im Berliner Lido. Die von Ex-Sylosis und Heart Of A Coward-Sänger Jamie Graham sowie Mitgliedern von Martyr Defiled and Abhorrent Decimation gegründete „Super-Group“ setzt mit dem von Michael Leo Valeri gemixt und gemasterten Werk schon einmal eine überaus amtliche Duftmarke, das kann ich den folgenden Zeilen beeindruckt vorwegnehmen. Das sehr gelungene Artwork hingegen stammt von Shindy Reehal (Ingested, Harbinger). Das Album enthält 9 Songs und eine Spielzeit von guten 31 Minuten, nicht zu lange und auch nicht zu kurz.

Fangen wir aber vorn an, das Album startet mit „Delilah“, nach kurzem orchestralen Intro (bei dem schon die technische Affinität klargemacht wird) machen Viscera sofort klar, wohin die Reise auf dem Album gehen wird – mal von Schnelligkeit geprägt, dann wieder groovig und ab und zu ein bisschen episch darf es sein und Fans, die mit cleanen Vocals nicht viel anfangen können, werden damit nicht viel anfangen können, aber was Jamie Graham stimmlich an Bandbreite abruft, wird bei den weitern Songs noch mehr als deutlich. „Immersed In Ire“ und „Lamb To The Slaughter“ schlagen die Kerbe noch weiter auf, macht Euch auf eine kleine Achterbahn gefasst, wobei jedoch nie der rote Faden verloren wird. Zwischendurch möchte ich erwähnen, dass mir der Einsatz der Samples sehr zusagt, nicht zu überladen, aber immer an der richtigen Stelle und füllend. „Carpe Noctem“ lässt den Einfluss von The Black Dahlia Murder nicht verleugnen, aber eigenständig gemacht, sehr geil. „Affliction“ ist dann wieder so erfrischend anders, ein Song, der wie ein Uhrwerk funktioniert und auch Hooklines sprechen lässt. „Hammers And Nails“ unterstreicht die Moderne auf der Langrille nachhaltig.
Nach dem Interlude „Lilith“ knallt dann der Titeltrack aus den Boxen, „Obsidian“, wuchtig, präsent und abwechslungsreich, Attribute für einen Songs, die ebenso für das gesamte Album gelten. Mit dem abschließenden „Silentium“ hat das britische Quintett ein kleines Monster mit den Eigenschaften, Midtempo-Walze, Groove-Maschine und auch Melodie-Epos erschaffen, ich beginne direkt danach, dass Album wieder von vorn zu hören, ich kann mich gar nicht satt hören.

Die Songs, das Songwiriting, ein moderner aufgeräumter und druckvoller Mix machen das Album zu dem, was es ist. Ein kleines Meisterwerk als Debütalbum rauszuhauen schafft auch nicht jeder, für Freunde des sehr modernen Death Metals spreche ich eine absolute Kaufempfehlung aus. Obendrauf noch ein wirklich gutes Coverartwork, was auch Spielraum für Fantasie und Interpretationen offen lässt und fertig ist ein Werk, was locker den Weg in die Top Ten 2020 schaffen wird (zumindest für mich). Danke Unique Leader Records für eine weitere großartige Veröffentlichung 2020.

Anspieltipps: „das ganze Album“

Bewertung: 9,4 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Delilah
02. Immersed In Ire
03. Lamb To The Slaughter
04. Carpe Noctem
05. Affliction
06. Hammers And Nails
07. Lilith
08. Obsidian
09. Silentium

Und wer das Ganze Live erleben möchte, hier ein paar Daten für Euch:
DECAPITATED, BEYOND CREATION, INGESTED, LORNA SHORE, VISCERA „Faces of Death“-Tour 2020 Tourdaten

06.03.20 Berlin @ Lido
07.03.20 Hamburg @ Bahnhof Pauli
08.03.20 Aarhus @ Voxhall (DK)
09.03.20 Hannover @ Béi Chéz Heinz
10.03.20 Oberhausen @ Kulttempel
11.03.20 Nijmegen @ Doornroosje (NL)
12.03.20 London @ ULU (UK)
13.03.20 Glasgow @ Slay (UK)
14.03.20 Manchester @ Club Academy (UK)
15.03.20 Birmingham @ Mama Roux’s (UK)
16.03.20 Bristol @ The Fleece (UK)
17.03.20 Southampton @ The Loft (UK)
18.03.20 Aarschot @ De Klinker Club (B)
19.03.20 Paris @ Le Trabendo (F)
20.03.20 Aarau @ KiFF (CH)
21.03.20 Karlsruhe @ Weiße Rose
22.03.20 Mailand @ Slaughter Club (I)
23.03.20 München @ Backstage
24.03.20 Wien @ Viper Room (A)
25.03.20 Budapest @ Dürer Kert (HU)

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