T-V

VISTA CHINO

Peace (2013)

In wie fern der Titel einen Hinweis auf das längst fällige Ende des Rechtsstreits in Sachen Kyuss darstellt, vermag ich zwar nicht zu beurteilen, es würde aber auf jeden Fall Sinn machen, damit auch in dieser Causa endlich einmal eine Lösung gefunden würde. Nachvollziehbar wäre der Titel "Peace" insofern auf jeden Fall, da die Herren John Garcia, Brant Bjork und Nick Oliveri (auch wenn der mittlerweile erneut ausgestiegen ist) mit den Versuchen als Garcia Plays Kyuss (Garcia) und Kyuss Lives! (alle gemeinsam) bekanntermaßen auf wenig Gegenliebe bei ihren Kontrahenten Josh Homme und Scott Reeder gestoßen sind, mit ihrem neuen Bandnamen Vista Chino nun aber wohl doch auch von ihren Ex-Mitstreitern akzeptiert werden.

Da Namen aber ohnehin Schall und Rauch sind, dürfte es kaum verwunderlich sein, dass "Peace" über weite Strecken klingt, als ob wir nun endlich doch ein brandneues - und nicht nur in Stoner Rock-Kreisen heiß ersehntes - neues Werk der auf ewige Zeiten unangefochtenen Wüstenrock-Kings aufgetischt bekommen hätten. Will sagen, man hätte zumindest mir dieses Teil gut und gerne auch als den schon vor Jahren eingespielten, aber eben erst jetzt veröffentlichten Nachfolger von "…And the Circus Leaves Town" auftischen können und ich hätte es ohne darüber nachzudenken, „gefressen“.

Fein, dass sich die Herrschaften gemeinsam mit Bruno Fevery an der Gitarre (der ja bekanntermaßen schon zu Garcia Plays Kyuss-Tagen an der Seite von John in die Saiten langte) ganz offenkundig an den Stärken jener Phase orientiert haben, sich erst gar nicht auf etwaige Experimente eingelassen haben und daher auch exakt die erhoffte (oder besser gesagt: erwartete) satte, furztrockene und überaus hingebungsvoll dargebotene Stoner-Rock-Vorstellung liefern , für die Fans überall auf der Welt auch noch heute als Huldigung vor den schlicht unvergleichlichen Kyuss ein Kniefall tätigen.

Zu Recht, denn "Peace" beinhaltet schlicht und ergreifend alles was ein Stoner Rock-Album haben muss und als solches darf man das gute Stück auch getrost (und ohne Rücksicht auf sämtliche rechtlichen Auseinandersetzungen und den daraus resultierenden Umbenennungen) als erstes „echtes“ Album dieser Legende seit 1995 betrachten – Anders gesagt: …And the Circus is back in Town! Yeah!

Bewertung: 7,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Good Morning Wasteland
02. Dargona Dragona
03. Sweet Remain
04. As You Wish
05. Planets 1&2
06. Adara
07. Mas Vino
08. Dark and Love
09. Barcelonian
10. Acidize... The Gambling Moon

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