W-Z

WATCH ME BLEED

Kingdom (2012)

Wenn ich Symphorce (o.k.) oder Mystic prophecy (Hellyeah!) höre denke ich an Eins: Spektakulärer und harter Powermetal. Wenn nun aber zwei Hauptprotagonisten dieser beiden teutonischen Metal Institutionen sich zusammentun, um etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, kann man faktisch mit Allem rechnen…aber nicht mit solch einem Death/Thrash Monster namens „Kingdom“. MP Sechssaiter Markus Pohl und der ehemalige Symphorce Drummer Steffen Theurer firmieren nun nebenbei unter dem Namen Watch me bleed, die bereits 2009 mit „Souldrinker“ in vielbeachtetes Debüt in Eigenregie veröffentlichten und nun den ebenfalls gänzlich allein eingetüteten, roten Kracher auf die Menschheit loslassen.

Die Mischung is dufte und lässt sich wirklich schwer kategorisieren. Ausgestattet mit zwei Sänger, wobei der Österreicher Alex Gindu (Fadenkreuz, kam neu für Markus Wenzel) für die Growls und Chris Rodens für die Screams und die leisen Töne verantwortlich ist, treten WMB ordentlich Arsch und begeisterten mich mit einer gehörigen Portion Abwechslungsreichtum. Und da nun alle Namen genannt wurden, darf natürlich Tieftöner Marco Modl nicht unerwähnt bleiben, der mit seinem Viersaiter für den satten Bumms sorgt, von dem es auf „Kingdom“ reichlich gibt. Allein die Schlagzeugarbeit beim Titeltrack ist herausragend, der partykompatible Obermoscher (bereits erprobt) „War calls us“ brennt völlig durch und der ausgeprägte Wechselgesang bei „Death and pain“ ist klasse. Lediglich das sehr harcorelastige und irgendwie nicht ins Konzept passende „From down below“ fällt etwas aus dem Rahmen, schmälert aber die Gesamtleistung keineswegs. Die Gitarren sägen, die Riffs passen und das Gesamtpaket ist mehr als delikat. Allein die eingestreuten Interludes mit Intro und Outro machen „Kingdom“ zu einem unverwechselbaren Hörerlebnis.

Watch me bleed sind klasse, erinnern mich persönlich teilweise etwas an Strapping young lad, abwechslungsreich und sehr innovativ. Langeweile ist auf „Kingdom“ ein absolutes Fremdwort und man findet zu jeder Zeit kleine aber feine Nuancen, die den Hörgenuß noch weiter steigern. Ein Album, welches man uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Ich kann nur hoffen, das WMB irgendwann auch mal in meinen Gefilden auftauchen werden. Live stell ich mir die Jungs richtig geil vor. Kaufen!

Bewertung: begeisterte 8,6 von 10 Punkten

Tracklist:

01. The rising tide (Intro)

02. The world stops moving

03. here comes the red

04. War calls us

05. Blackest of the black (Interlude)

06. Kingdom

07. Rack the slide

08. Death and pain

09. A question of honor (Interlude)

10. Judgement

11. Sons of fenris

12. From down below

13. Let them try

14. Will you stand with ME (Outro)

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