WEDNESDAY 13 – Necrophaze (2019)

(5.750) Markus Vonhoff (9,0/10) Horror Punk, Rock, Metal

Label: Nuclear Blast
VÖ: 27.09.19
Stil: Horror Punk, Rock, Metal

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Halloween steht vor der Tür und Wednesday 13 liefern mit „Necrophaze“ den passenden, schaurig schönen und nicht immer ganz so ernst gemeinten Horror des realen Lebens in einem 12-Song umfassenden Soundtrack ab, der nach dem eher düsteren Vorgänger „Condolences“ aus dem Jahr 2017 für reichlich Aufmerksamkeit sorgen dürfte.

Wednesday 13
ist im Übrigen bekannt als der ex Frontmann der Horrorpunks Murderdolls, der seine gespenstischen Erscheinungen seit vielen Jahren um sich scharrt und mit ihnen gemeinsam an Songs und Texten arbeitet, die nicht nur fantastischen Ursprungs hergeleitet sind, sondern auch wahre Geschehnisse und erlebte Geschichten aus dem Leben des Sängers spiegeln. Vom 80er Flair bis hin zum Serienkiller, der in „ZODIAC“ unrühmlich und furchteinflößend thematisch abgehandelt wird, bietet das Album abwechslungsreiche Songs mit ausgedehntem Suchtpotential.

Wer sich gerne vom Horror der 80er inspirieren lässt, dürfte aufgrund der unterschiedlichen Cover-Artworks für Vinyl und CD bereits vor der ersten Hörprobe ausflippen. Der Gruselfaktor im Stile diverser Veröffentlichungen von John Carpenter standen hier wohl Pate.

Das gesamte Album fühlt sich wie ein filmreifer Audio-Horror-Soundtrack an, egal an welchem musikalischen Rädchen auch gedreht wurde, die finstere Stimmung und bedrohlichen Spannungsmomente werden stets gut eingefangen. Allein der Opener „Necrophaze“ besiegelt perfekt das Wesen dieses Albums, welches rockiger und punklastiger als der Vorgänger aus dem Keller kriecht und mit abgefahrenen Keyboardeinlagen für die nötige Atmosphäre sorgt.

Klassische Klischees, erinnernd an die althergebrachten Partys aus diversen Horrorfilmen der 80er wurden in Form des Partykrachers „Bring Your Own Blood“ ebenso sorgsam auf das Album gepresst, wie die bereits angesprochene Geschichte über den Zodiac-Killer, die in dem atemberaubenden Song „ZODIAC“ barbarisch zelebriert wird.

Alle Titel versprühen reichlich schaurigen Charme, wobei Songs wie das eingängige „Monster“ oder das grässlich schöne und hymnenartige „Decompose“ den dunklen Keller ordentlich erhellen dürften.

Den ein oder anderen Gastmusiker konnte Wednesday 13 ebenfalls gewinnen. Während Alice Cooper z.B. in „Necrophaze“ anrüchig in Erscheinung tritt, gibt es Gitarrist und Sänger Alexi Laiho in dem coolen W.A.S.P.-Cover „Animal“ (Fuck Like A Beast) als nette Zugabe obendrauf.

Wednesday 13
etabliert allerfeinsten Horror in einer einer gelungenen Symbiose aus Punk, Rock und Metal, dürfte „live“ dann mit der passenden Bühnenshow für extrem beklemmende Momente sorgen. Meine Meinung: Nichts wie hin!

Fazit:

Necrophaze“ vereint zwar den ein oder anderen „creepy“ and „shock“-Moment, brilliert respektive aber mit einer feinen, humorig wie düsteren Note, die einfach nur sensationell viel Spaß macht. BEWARE!

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Necrophaze
02. Bring Your Own Blood
03. ZODIAC
04. Monster
05. Decompose
06. Be Warned
07. The Hearse
08. Tie Me A Noose
09. Life Will Kill Us All
10. Bury The Hatchet
11. Necrophaze Main Theme (End Credits)
12. Animal (Fuck Like A Beast)

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