W-Z

WEEDEATER (2015)

"Goliathan" (1.793)

Label: Season Of Mist
VÖ: 18.05.2015
Stil: Weed Metal
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Dixie Collins und seine Mannen von Weedeater beackern auch mit dem fünften Album „Goliathan“ gekonnt den Sludge-Acker. In North Carolina scheint man zu wissen wie man sich gepflegt und überzeugend durch die Hanfernte frisst. Bereits seit 1998 beackern die Jungs aus Wilmington die Felder mit ihren schweren Tönen. Dixie Collins ist geschult in purer Heavyness, denn die Zeit als Tieftöner bei Bongzilla und vor allem Buzzov•en haben die Erde erzittern lassen. Allerdings haben die beiden Bands bis dato mit keinem neuen Album den Lautmacher mimen können. Also war genug Zeit Weedeater über die Felder dröhnen zu lassen und mit „Goliathan“ den Erntedreck einmal über den Atlantik zu blasen.

Mit „Processional“ wird das Album eingeleitet, fast schon beschwörend ertönt eine Stimme, predigt ein paar verquarzte Psalme, unterstützt durch das schräge Spiel auf dem schrottreifen Midi-Keyboard. Kurze Zeit später metern die ersten schweren Riffs, es fiept und dröhnt. Dann wird sofort klar, hier setzt sich gleich ein mächtiges Sludge-Monster in Bewegung! „Goliathan“ als Titelsong und Eröffnungstrack, bläst nach anfänglich fies, verzerrten, akustischen Signalen mir gleich den Pfiffi von der Rübe. Die kraftvollen, scheppernden Drums und die sich ins Hirn fräsende Heavyness, ist wahrlich intensiv und gewiss monströs. Moment...schnell mal lauter machen!!! Fett! Lass den Zement aus den Fugen dröhnen, Atze – Du alter Windhund! Die Sludge-Brigade versteht es, diese gut geschmierte Maschinerie durchgängig am Laufen zu halten. Denn auch mit „Cain Enabler“ und „Bow Down“ hat man ein paar kräftige Groovebatzen in den Asphalt gemeiselt. In dieser Hinsicht muss man auf „Goliathan“ auch überhaupt keine Abstriche machen, durchweg wird grooviger und ultrafetter Sludge zum Besten gegeben. „Claw of the Sloth“ ist demzufolge auch ein weiteres Brett, welches mit einem äusserst gelungenen Soli verfeinert wurde. Passt! Das fixe und schnelle „Bully“ ist dann aber schone ne handfeste Überraschung, nimmt ordentlich Tempo auf und lockert die gewohnte Sludge-Demonstration in Weedeater-Manier auf. Auf dem Album gibt’s dann noch zwei Bluegrass-Akustiknummern, die musikalisch nicht wirklich zum Album passen, aber zu den Typen in der Band schon. Sludge fuckin`Maniacs!

Meckern muss ich allerdings über die geringe Spielzeit von knapp über einer halben Stunde, ansonsten ist den Jungs ein sehr unterhaltsames Album gelungen, was Anhänger von Grief bis Iron Monkey entzücken sollte.

Weedeater sind zusammen mit Today Is The Day in Kürze auch in Berlin zu Gast, auf den vom Zephyrs Odem präsentierten Gig im Cassiopeia! Den 11.06 also vormerken! Die Europatour startet jedoch bereits am 29.05 in Bristol! Doompäpste und Sludgeheads wir sehen uns!

Bewertung: 8,5 von 10,0 Punkten

Tracklist:
01. Processional
02. Goliathan
03. Cain Enabler
04. Bow Down
05. Battered & Fried
06. Claw of the Sloth
07. Bully
08. Joseph (All Talk)
09. Reprise
10. Benaddiction

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