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WICKED MYSTIC

Beware & whisper (2012)

Holla die Waldfee, da geistert ne Band seit 25 Jahren durch die thrashigen Gefilde und mir…MIR ollen Thrash Papst ist der Name Wicked mystic noch nie untergekommen. In Holland waren die Jungs aber scheinbar ne ziemliche Größe, denn wie ist es sonst zu erklären, dass man nach 2003 und einem erfolgreichen Comeback Konzert 2011 sich doch noch mal hat überreden lassen, ein neues Album aufzunehmen. Wobei „neu“ vielleicht etwas übertrieben ist, denn auf „Beware and whisper“ befinden sich 6 überarbeitete, 3 niegelnagelneue und eine Coverversion, die es dafür in sich hat. Und schlecht sind die Jungs beileibe nicht, was auch diverse Supportslots in der Vergangenheit für Combos wie Motörhead, Overkill oder Megadeth, die ja wahrlich kein Fallobst sind.

Wicked mystic spielen richtig schönen oldschool Thrash mit einem satten Bay Are Einschlag, der am ehesten mit Exodus oder Heathen vergleichbar ist, technisch aber nicht ganz an diese Genregrößen heranreicht. Muss auch nicht, denn somit erhalten sich die Holländer eine gewisse rotzige Attitüde, die ihnen super zu Gesicht steht. Die Riffs von Harald te Grotenhuis schneiden, die Rhythmusfraktion Twan Jacobs und Wily van Haren legen einen grundsoliden Teppich und Frontmann Johan Godschalk keift in guter alter Manier. Alles in allem eine saubere Mischung, die allerdings produktionstechnisch ein wenig mehr Bumms verdient hätte, dann wären der groovende Titeltrack, das etwas hardcorelastige „Incapacity“ oder das etwas Brit-Thrash angehauchte „All in one“ totale Killer…so fehlt irgendwie ein klein bisschen was. Allerdings zauberten die Jungs aus dem Land der Windmühlen auch ein breites Grinden in mein gesicht, da man mit dem absoluten Oberklassiker „Bonded by blood“ nicht nur seinen Heroen huldigt, sondern diesem Meilenstein der Musikgeschichte auch ein wenig neues Leben einhaucht. Fantastisch!

Wicked mystic haben die Kreativität wahrlich nicht mit Löffeln gefressen und können dennoch überzeugen. „Beware and whisper“ ist zwar manchmal ein klein wenig faserig, bekommt aber immer wieder die Kurve und überrascht mit unerwarteten Wendungen. Dazu noch dieses famose Exodus Cover. Das macht Laune und kann bedenken- und gefahrlos weiter empfohlen werden.

Bewertung: richtig gute 7,5 von 10 Punkten

Tracklist:

01. Beware and whisper

02. Inject fatality

03. All in one

04. We will succeed

05. Mend or end

06. Das vierte Reich?

07. Infinite fear

08. Sight of indifference

09. Incapacity

10. March of the wicked

11. Bonded by blood

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