W-Z

WILDESTARR – Beyond The Rain (2017)

(4.270) - Peter (6,9/10) - Melodic Power Metal

Label: Scarlet Records
VÖ: 08.12.2017
Stil: Melodic Power Metal

FACEBOOK    HOMEPAGE    KAUFEN

WILDESTARR aus Houston Texas veröffentlichen ihren dritten Longplayer „Beyond The Rain“ und machen es mir damit ehrlich gesagt nicht ganz so einfach. Hinter dem Projekt stehen Bandgründer und Ex-VICIOUS RUMORS Gitarrist Dave Starr und Sängerin London Wilde. Ergänzt wird das Trio durch Josh Foster am Schlagzeug.

Tja, und warum ist das nicht so einfach? Rein von der Instrumentalisierung her betrachtet, ist das Album mit mächtig Power und Metal ausgestattet. Dave Starr, der zudem auch den Bass eingespielt hat, zeigt seine Vielseitigkeit an der Gitarre. Da stimmt eigentlich alles, so war man es von Dave Starr zu Zeiten seiner vorigen Engagements auch gewohnt.

Nur was mich über die gesamte Scheibe hinweg begleitet, ist das Gefühl eines in sich nicht zusammenhängenden Projekts. Es ist beinahe so, als dass sich zwei virtuose Extreme zwar miteinander auf den Weg gemacht haben, am Ende aber nicht zueinander finden. Die Arrangements sind beileibe nicht schlecht, nur wirken Musik und Gesang nicht immer aufeinander abgestimmt und dadurch fehlt mir zumindest dann die notwendige Harmonie und das organische Ganze. London Wilde verfügt über ein begnadetes Organ und dieses setzt sie mit allem, was ihr zur Verfügung steht auch ein, nur eben einen Tick zu dominant. Wohlmöglich liegt das aber auch am Mix, die Musik ist für meinen Geschmack leider zu weit im Hintergrund. Die Melodien sind dabei sehr eigenwillig und machen die Scheibe somit interessant. Aber eben nur interessant. London Wilde scheint sich mehr auf sich und ihre Range, und weniger auf die einzelnen Kompositionen im Ganzen einzulassen.

Deshalb kommt bei mir sehr schnell auch ein wenig Verdruss auf. Das Album verfügt insgesamt über wenige Highlights, auch wenn der Titeltrack „Beyond The Rain“ zunächst durch eine relativ untypische Songstruktur auf sich aufmerksam macht. Bei „Pressing the Wires“ stehen Rhythmik und Beat sehr eindrucksvoll im Zentrum, hier wirken Gesang und Musik sich annähernd einig. Der balladesk anmutende Song „Down Cold“ beginnt flüssig, driftet aber dann wieder schnell in obiges Muster ab. Dann wird Hören etwas anstrengend.

Ich bin mir meiner Subjektivität hier durchaus bewusst und stelle diese auch zur Diskussion. Dennoch kommt es bei mir eben genau so an und folglich komme ich an mir selbst dann auch nicht vorbei. Das mag dem Hörer da draußen möglicherweise aber anders ergehen und dann trifft das Album vielleicht genau ins Schwarze. Vernunft, Können und Kreativität sind bei WILDESTARR ja in üppigem Maße vorhanden.

Für mich ist es, wie gesagt, dennoch nicht ganz so einfach gewesen.

Anspieltipps: „Beyond the Rain“, „Pressing the Wires

Bewertung: 6,9 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Metamorphose
02. Beyond the Rain
03. Pressing the Wires
04. Double Red
05. Down Cold
06. Rage and Water
07. Crimson Fifths
08. Undersold
09. From Shadow
10. When the Night Falls

Social Media

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

P P P

Z.O.F.F. 2020

alter Z.O.F.F.

On Tour

VERLOSUNGEN

ZO SONGCHECK

V.I.P.

Schrod's...

wo wir sind

Der Patch

Join the Army

Damit das klar ist