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WINTER DELUGE – Devolution-Decay (2016)

(3.574) - Schaacki (7,5/10) Black Metal

Label: Frozen Blood Industries
VÖ: 05.11.2016
Stil: Black Metal

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Dank Zephyr’s Odem verschlägt mich die schwarze Reise mal wieder an einen Fleck der Welt, an den ich bei Black Metal eher weniger gedacht hätte. Denn diesmal geht es nach down under; aber nicht nach Australien, sondern auf den benachbarten Inselstaat Neuseeland. Doch auch wenn dies für diese Musikart erstmal ungewöhnlich wirkt, so gibt es eine typische Gemeinsamkeit mit den skandinavischen Vorbildern: viel Natur und wenig Menschen. Da kann man auch mitten im Ozean auf dunkle Gedanken kommen, wenn man sich allein im Wald verliert.

Und so ist der Stil von WINTER DELUGE auch stark an den norwegischen und teils finnischen Sound angelehnt. Auffallend ist zudem der deutsche Text im Opener „Der letzte Atemzug“. Denn der bereits dritte Sänger der Band kommt eben aus Deutschland. Der Song ist etwas schleppender angelegt und erinnert in diesen Momenten etwas an DARKTHORNEs 90er Blütezeiten. Auch URGEHAL-sche Gitarrenläufe („Corrupt Prophets“), hymnenhaftes a la BATHORY („Yersinia Pestis“) und die Rohheit GORGOROTHs („Tentacles Of Time“) sind auf diesem Album auszumachen. Mit seinen fast neun Minuten fällt auch „...Now You Reap“ besonders auf. Das längste Stück der Platte nimmt sich Zeit und Raum für eine große Palette verschiedener Elemente. Zwar dominiert hier wie so oft die Raserei, aber es ist auch Platz für Gitarrensoli, rhythmisches Stampfen und Melodien. Eine sehr umfangreiche Nummer, die als Anspieltipp genannt sein darf, da hier alles zusammenkommt, was die Band ausmacht. Nach einem schnellen Brecher zwischendurch folgt dann der nach der Band benannte Song „Winter Deluge“. Dieser wird durch ein kurzes Intro eingeleitet und beginnt mit bedrohlicher Stimmung. Doch vor allem sticht er durch mehr Rhythmus positiv hervor. Auch die Melodien sind auffallend und enthalten etwas Episches. Da freut es mich schon ein wenig, dass die Band mit ihrer selbstbenannten Hymne wohl einen ihrer (bisher) besten Songs geschrieben hat. Und auch das beschließende „The Image that remains“ gehört zu den Höhepunkten des Albums.

WINTER DELUGE haben mit „Devolution-Decay“ einen sehr soliden und unterhaltsamen zweiten Schlag rausgehauen. Der Sound drückt ordentlich und der Mix ist gut ausgewogen, sodass man die Instrumente schön differenziert hören kann. Lediglich ein klein wenig mehr Eigenständigkeit und manchmal auch etwas mehr Abwechslung wie in den hervorgehobenen Songs wären wünschenswert. Ansonsten haben wir aber ein echt amtliches und kurzweiliges Scheibchen vorliegen.

Bewertung: 7,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Der letzte Atemzug
02. The Negation of Existence (The Cotard Syndrome)
03. Corrupt Prophets
04. Yersinia Pestis
05. Tentacles Of Time
06....Now You Reap
07. Perversion of Common Sense
08. Winter Deluge
09. The Image That Remains

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