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WINTERSUN

I Time (2012)

Ich komme nicht umhin gleich zu Beginn dieses Reviews mächtig Dampf abzulassen. Wintersun haben es immer wieder aufs Neue gewagt, mit einem einzigen Album, welches bereits 8 Jahre auf dem Buckel hat permanent irgendwelche Headlinerslots zu belegen, zu touren und die Kuh solange zu melken, wie sie bereit war, Milch zu geben. Und nun? Jetzt veröffentlichen die Finnen mit „Time“ ein Doppelalbum, haben aber nicht die Eier in der Hose, beide gleichzeitig heraus zu bringen, wie es anständige und fanbewußte Bands tun würden. Dazu lediglich 3 echte Songs und zwei instrumentale Stücke. Meine Fresse….und die sind auch noch unfassbar geil geworden. So ein Scheiß!!!

Meckerei hin, Sülzerei her, was Jari Mäenpää mit seinen Mannen da eingetütet hat, ist allererste Sahne und fantastisch obendrein. Musikalisch fast eine Weltreise mit traditionell asiatischen Klängen, ganz viel Raum, orchestralen Parts, tollen Melodien, einer Dampframmen Produktion und einer Band in absoluter Spiellaune. Ich darf gar nicht daran denken wo die Finnen jetzt stehen würden, hätten sie kontinuierlich Alben veröffentlicht, doch der vom Bandchef an den Tag gelegte Perfektionismus hat sich wirklich ausgezahlt und ist nicht solch ein Treppenwitz geworden, wie das Veröffentlichungs Hickhack a’la „Chinese democracy“, wo dann auch noch halbgarer Scheiß bei rauskam. „Time I“ ist Bombast Stahl allerhöchster Würden, welcher schon beim Intro „When time fades away“ zum Vorschein kommt und den Leuten den Mund wässrig macht auf akustische Glanzleistungen, die da noch kommen werden und mit „Sons of winter and stars“ auch nicht lange auf sich warten lassen. Vielschichtig, toll instrumentalisiert und niemals langweilig werdend ist dieses Teil ein absolutes Highlight des laufenden Jahres. Leider kann da das etwas langsamerer und dadurch irgendwie an Schwung verlierende „Land of snow and sorrow“ in keinster Weise mithalten und plätscherte irgendwie an mir vorbei. Ebenfalls als Lückenfüller ist die Bridge „Darkness and frost“ anzusehen, die allerdings perfekt überleitet in den Titeltrack und obendrein das absolute Highlight dieser vertonten Perfektion. Episch, monumental, großartig und selbst bei knapp 14 Minuten Länge kurzweilig und ergreifend. Großes Kino.

Trotz meines anfänglichen Geblubbers (zu dem ich auch komplett stehe) haben Wintersun mit dem ersten Teil von „Time“ ein Feuerwerk an Innovation und Spielfreude abgeschossen, welches schwer zu kategorisieren ist. Mal rasend schnell, mal tragend, mal hart, mal melodiös. Das nenne ich Abwechslungsreichtum per exelence. Dennoch gebe ich keine höhere Note, da andere Bands in einem Zeitraum von 96 Monaten 5 Alben schreiben und sich nicht auf lediglich 3 kompletten Songs ausruhen. Sehr ärgerlich. Trotzdem irgendwie schön…

Bewertung: musikalisch herausragend mit Abzügen in der A Note…8,5 von 10 Punkten

Tracklist:

01. When time fades away

02. Sons of winter and stars

03. Land of snow and sorrow

04. Darkness and frost

05. Time

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