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WULKANAZ - Paralys (2016)

(3.319) - Clemens (2,0/10,0)

Label: Regain Records
VÖ: 16.12.2016
Stil: Black Metal

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Genie und Wahnsinn liegen oft beieinander. Wagner Ödegard aus Schweden ist z.B. ein musikalisches Beispiel dafür. Der Schwede realisiert seine Ideen, musikalischen Ergüsse in gleich 3 mehr oder wenig sich ähnlichen Projekten. Semilanceata und Tomhet sind die beiden Projekte, welche parallel zu dem mir vorliegenden Wulkanaz laufen.

Das aktuelle Album "Paralys" schlägt dabei mit 9 Titeln und einer gesamten Spiellänge von 36 Minuten zu buche. Die Musik betitelt das hin- und hergerissene Genie selber als "primitiven, rohen und unkompromisslosen Black Metal". Und genau DAS ist es auch. Sehr zum Leidtragen aller nicht Underground Black Metal und "trven" Fans der dunklen Musik.

Anfangs tat ich mir auch damit schwer und fragte mich, muss das jetzt wirklich noch sein? Tut das echt Not? Ja tat es, da es unter den vielen rohen dreckigen Steinen des Black Metal Sumpfes doch so etwas wie eine kleine Perle ist. Bzw. diese Stellenweise durch all das ganze Geschnarre und Gefiepe durchschimmern lässt. Die Rede ist dabei von den Songs ("Hof I" und "Tempel"). Welche durch ihre Orgel ähnlichen Einspielungen und Untermalung eine echt spezielle, selten so gehörte Stimmung erzeugen, welche mich wirklich tief berührt. Schade, oder eher gesagt mehr als fatal, dass der Rest der Scheibe im Gegensatz dazu nicht wirklich zu gebrauchen ist. Es kratzt, schnarrt und quiekt und quackt an allen Stellen.

Dagegen ist die "Diabolical Fullmoon Mysticism" von Immortal ein wahrer Ohrenschmaus. Obwohl es dem Spaßfaktor an einigen Stellen doch recht nahe kommt. Aber der Sound ist einfach zu sehr auf Underground herunter getrimmt, dass es schon wirklich hart gesottene Fans für diese knappe halbe Stunde Musik braucht. Der Gesang schreit einfach alles in Grund und Boden, was vom Pappschlagzeug und den tiefenlosen Gitarren übrig bleibt.

Die "Trveness" steht der ganze Geschichte einfach gesagt dermaßen im Wege, dass man schon fasst nach Schweden fahren möchte, um es gerade zu biegen. Der Mann, so scheint es, hat Talent und ist ein sehr spezieller kreativer Kopf. Das beweist alleine der Fakt der 3 bestehenden Projekte. So schaut man sich deren Seiten und Aufmachung an, merkt man gleich, da steckt ein tiefgründiger Spirit und eine größere Idee hinter. Schade nur, dass es so nah am "Wahnsinn" liegt, dass es der Masse als unhörbarer Krach im Gedächtnis bleibt, sofern sie überhaupt soweit kommen, mehr als 1 Minute sich der Titel hinzugeben.

Der für mich bisher größte Veriss bei ZO, welcher mehr als nur ein paar Funken an guten Ideen hat, sich aber durch gewisse Attitüden und Vorstellungen alles Selbstaufgebaute eigenhändig einreißt.

Bewertung: 2,0 von 10,0 Punkten

Tracklist:
01. Bunden I Paralys
02. Hof I
03. Tempel
04. Hof II
05. Upphörd
06. Blodskrud
07. Hägran Hwilo
08. Du Timliga Goning
09. Förlama Tid



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