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ZANDELLE (2015)

"Perseverance" (1.951)

Label: Pure Steel Records
VÖ: 24.07.2015
Stil: Epic Power/Heavy Metal
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Die New Yorker hatten bereits im Jahre 2009 das Album „Flames Of Rage“ für Pure Steel eingespielt. Mit „Perseverance“ schiebt die Power Metal Truppe nun einen weiteren Langspieler für die nach erdigen, epischen Power Metal gierige Meute nach. Im Hause Zandelle lässt man sich scheinbar gern auch einmal ein paar Tage länger Zeit um eine handfeste Message erdigen Stahls aus der Schmiede zu heben, also wenn demnach ein überzeugendes Album nach 6 Jahren Wartezeit die Folge ist, dann wird ein kraftvoller Schrei der Freude von meiner Kanzel erschallen.

Zu Beginn gibt’s auf über 2 Minuten ein passendes stimmungsvolles Intro aus messerscharfen, tiefgängigen Gitarrensolis und ein wütendes, kräftiges Pianospiel, die hier in einem perfekt zementierten kleinen Rausch verschmelzen. So beginnt das 6. Studioalbum der Mannen von der Ostküste durchaus geschmackvoll und einfallsreich.

Mit „Unending Fortitude“ zeigen Zandelle einen wunderschön treibenden Eröffnungstrack der mit bekannten Trademarks aus Schnelligkeit, wohl dosierten ruhigen und unentwegt kämpferischen Elementen sich gut aufzustellen weiß. Melodie und ja auch Chöre begleiten die gelungene Grundidee des Albums mit viel Elan und Spielfreude. Auch der Einsatz des Synthesizer ist dosiert in Stellung gebracht, der sich zuweilen immer mehr mit eigenen Anteilen statt stumpfer Untermalung, die sich durchaus auch progressiv zeigten, mit einem kämpferischen Urschrei belobigen lassen kann.

Schon zu Beginn lassen Zandelle nicht allzu viele Fragen offen, denn mit „Lycanthrope“ haben sie einen der absoluten Überflieger per Axthieb durch das Himmelstor blitzen lassen. Auch hier setzt man wieder auf Chöre und einer perfekt konstruierten Hymnenhaftigkeit, die jene musikalische Klasse bei Zandelle in der passenden Rüstung zeigt. Das stets vorhandene Maß an Qualität wird durch die eigensinnige Vielfalt und Stärke auf den Schultern getragen, welches mit Orchestralität und gelungener Progressivität für Aufsehen sorgen sollte. Songs wie „Shadow Slaves“ und „End Game“ überzeugen durch ebendiese Vielfältigkeit, die immer wieder mit hoher kompositorischer Klasse inszeniert werden. Einen guten Kontrast bildet das getragene Stück „Innocent Lost“, das durchgehend mit ruhigen Elementen des Heavy Rock arbeitet und eine Art ruhenden Pol auf „Perseverance“ darstellt, denn darauf geht’s mit dem Titel „Midnight Rain“ auch gewohnt hochwertig weiter. War auch nicht anders zu erwarten, oder?

Kein Wunder, denn dort wird gleich bei den ersten Tönen orchestral griffig an den Noten gezimmert, wobei auch in den ersten Momenten wieder wildhafte, progressive Elemente durch das Kettenhemd schimmern, bewundernswert wie ich finde und auf eine Art auch völlig belebend für dieses Genre. Zandelle schaffen es ihren epischen Power Metal mit all seiner Vielseitigkeit immer wieder in der Bahn zu halten und kehren selbstsicher bestärkt auf die Zielgerade zurück. Atemräuberisch wird es dann aber immer noch, denn mit „Perseverance“, dem Titeltrack zeigt man dann um ein weiteres Mal wie eine Power Metal Hymne zu klingen hat, was für ein mächtiger Chorus der noch Stunden lang durch die Lautsprecher schallt, ich muss es jetzt sagen: gigantisch!

Zandelle haben mit ihrer sechsten Sinfonie ein unglaublich intensives und größtenteils rundes Werk abgeliefert. Auf einer guten Stunde allerdings wachsen jene durchlebten und gewachsenen Ansprüche auf „Perseverance“, so immens und schnell, dass zum Ende leider nicht mehr die ganze schöpferische Kelle gefüllt ist und die letzten beiden Songs etwas durchwachsen sich zeigen. Dennoch ist dieses Album mit der Masse an guten Ideen weit mehr als ein weiteres Power Metal Album und zeigt durch die eigene kompositorische Klasse, Spielfreude und Weitsichtigkeit die zielführenden Optionen bei Zandelle, die fernab von jeglicher Monotonie und musikalischer Gebrechlichkeit nach Planwirtschaft funktioniert. Stark!

Bewertung: 8,5 von 10,0 Punkten

Tracklist:
01. Resurgence
02. Unending Fortitude
03. Lycanthrope
04. Shadow Slaves
05. End Game
06. Beyond The Point
07. Innocence Lost
08. Midnight Reign
09. Perseverance
10. Avenger Of The Fallen
11. Revengeance (From The Ashes)

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