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FORSAKEN AGE – Heavy Metal Nightmare (2020)

(6.612) Maik (7,5/10) Heavy Metal


Label: Pure Steel Records
VÖ: 06.11.2020

Stil : Heavy Metal

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Es wird mal wieder Zeit für einen schönen Batzen altmodischen Heavy Metal, wie er früher einmal war. Hersteller und Lieferant dieses eisernen Leckerbissens ist die neuseeländische Formation FORSAKEN AGE, die dieser Tage ihren zweiten Longplayer via Pure Steel auf dem Markt wirft. 

Die schon seit 2009 existierende Band bietet auf „Heavy Metal Nightmare“ klassischen Heavy Metal, der sich ziemlich an der NWOBHM orientiert, allerdings auch seine Wurzeln im 70er Rock, Teutonenstahl und sogar den Anfängen des Speed Metal nicht leugnet. Da die Kollegen teilweise schon etwas angegraut sind, haben sie diese Mucke auch nicht erst gestern entdeckt, und spielen diese Mucke authentisch und locker vom Hocker. Innovationen sollte man nicht erwarten aber Spaß beim Hören , Feiern und Abrocken liefert solche Musik auf jeden Fall.

Schon der Opener „Death Terror“ brilliert mit einem klassischen Riff im Stile alter IRON MAIDEN. Okay, der Song wirkt vielleicht etwas simpel konstruiert, ist aber effektiv und geht leicht ins Ohr. Bei mir sprang der Funke schon beim ersten Durchhören über, und wenn es nicht so früh am Tage wäre, hätte ich mir da gleich mal ein Bier aufgemacht.

Beim zweiten Song mit dem Titel „Raven’s Cry“ zeigt Sängerin Chrissy, dass sie nicht nur wohltönend singen, sondern auch mal fies kratzbürstig daherkommen kann, Um das zu unterstützen, haben sich FORSAKEN AGE prominente Unterstützung ins Boot geholt, denn kein Geringerer als Ex-PRIESTer „Ripper“ Owens steuert hier ein paar Guestvocals bei.

„Ride On“ klingt erst wie die obligatorische Ballade, da die Band am Anfang tief in die Siebziger greift, und vielleicht ein wenig an die DOORS erinnert. Doch gegen später entpuppt sich der Song als ziemlicher Stampfer.

„Fire in Our Hearts“ ist ein teils speediger Rocker, der sogar etwas an OVERKILL erinnert. Teilweise schafft es Chrissy sogar ein ganz klein wenig wie Blitz zu klingen, aber größtenteils bietet sie doch eher ihre normale Gesangstechnik dar. Der Track ist definitiv geeignet, bei Gigs die Matten des Publikums zum Kreisen zu bringen.

Nun ist es Zeit für etwas Blutmagie. „Blood Magick“ ist ein stampfender Rocker, dessen Anfangsriff ein wenig an ACCEPT erinnert. Chrissys Gesangslinien sind hier eher liedhaft, und wirken ein wenig zu brav, was dem Ganzen etwas Kinderliedhaftes verleiht, das hätte vielleicht etwas heftiger abgehen können.

„Iron Overlord“ ist dann etwas stark auf den Gesang fokussiert, da kommt die Power der zwei Gitarren nicht wirklich gut zum Tragen. Dafür ist das natürlich wieder ein Track zum Mitsingen. Auch hier wieder ein starker Einfluss von frühem NWOBHM- Metal.

Beim Titeltrack werden dann wieder einige Härtegrade draufgepackt. Nicht nur, das Chrissy hier ziemlich rauhbauzig unterwegs ist, auch das Riffing hat ordentlich Drive, und erinnert daher sogar ein wenig an den Groove von MOTÖRHEAD, während das darauffolgende „Running In The Dark“ riffingmäßig wieder etwas an alte ACCEPT erinnert.

Einen ziemlichen Touch vom Epic Metal, oder kauzigem Doom versprüht „Hail And Farewell“, den man irgendwo zwischen BLACK SABBATH und MANOWAR einordnen könnte. Ziemlicher Stampfer, der einen schönen Kontrast zwischen der Riffwucht und Chrissys Gesang darstellt. Ebenso in Richtung Epik geht „The Guardians Of The Damned“, der mit fast Pagan-Metal-mäßigen Melodien daherkommt, andererseits auch wieder recht fette Riffs ins Gelände heftet. Dagegen fällt das Albumende „Time Warrior“ ein wenig ab, denn der ist noch ein wenig simpler konzipiert. Das macht ihn jetzt nicht unbedingt schlechter, aber ein fetter Reißer zum Abschluss hätte dem Album vielleicht noch einen draufgesetzt.

Alles in allem haben wir hier ein extrem traditionelles Metal- Album, welches eine zünftige Zeitreise darstellt. Hier darf man nichts Neues erwarten. Das Album ist allerdings super geeignet, damit eine gute Zeit zu haben. Wer auf die alten Metalhelden steht, und gerne mal RAVEN oder TANK oder die oben genannten Combos auflegt, und sich einen feuchten Krümel um moderne Stile schert, kann hier eine Menge Spaß haben. Auch die Produktion klingt rauh und eben wie aus der Zeit gefallen. Weltruhm werden FORSAKEN AGE mit dieser Scheibe wohl nicht einheimsen, dafür klingt die Sache dann teilweise doch recht einfach und auch ein wenig altbacken. Aber hey, what the fuck? Wollt Ihr Spaß? Wollt Ihr Metal? Oder wollt Ihr ein Musikstudium anfangen?

Anspieltipp: „Fire In Our Hearts“ und „Heavy Metal Nightmare“


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Death Terror
02. Raven’s Cry
03. Ride On
04. Fire In Our Hearts
05. Blood Magick
06. Iron Overlord
07. Heavy Metal Nightmare
08. Running In The Dark
09. Hail And Farewell
10. Guardian Of The Damned
11. Time Warrior




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