Hell over Hammaburg 2016 – The IVth Crusade!

Von Dämonen, Kapuzierten und 2500 Litern Bier!

04. & 05.03.2016 - Hamburg @ Markthalle

Mit einer komplett ausverkauften Markthalle ging das Hell over Hammaburg Festival am 4./5.3.2016 in die 4. Offensive. An diesmal nun 2 Festivaltagen tobten Bands, der alten und neuen Garde, auf einer von Hamburgs beliebtesten Bühnen. Das hätten sich Veranstalter und Crew wohl nicht träumen lassen, dass nach der vielfach feurigen Diskussion um den Auftritt der Band Archgoat, das HOH an Besucherzahl nicht drastisch abnahm, wie es von einigen bösen Zungen vorab prophezeit wurde. Da wurde gefeiert, gebÄÄÄÄngt und der metallische Spirit wippt auch 4 Wochen nach diesem Event noch nach. Internetvideos und eine Vielzahl an Live-Berichten zeugen von diesem harten Event. Hart im Nehmen waren auch die Fans, denn allein am ersten Festivaltag wurden nach Auswertung 2500 Liter Bier die Kehle runtergespült. Das nenne ich mal eine durstige Glanzleistung (Applaus)!!!

Freitag 4.3.2016

Um 17:00 Uhr, pünktlich wie die Maurer, legten Argus ein Begrüßungsständchen auf der Stage der Großen Halle ein. Mit ihrem Gemisch aus Heavy und Doom lagen die Jungs um Lockenkopf und Sänger Brian Balich goldrichtig und einen besseren Opener hätte man sich am Freitag gar nicht wünschen können. Da kommt so ein gutgelaunter Typ auf die Bühne und entpuppt sich als echte Partykanone. Songs wie ,,Devils, Devils“ fungierten als echte Stimmungsmacher und der Fanclub klebte vorne an der Reling.

Nach diesem geilen Einstand, füllte sich in Windeseile das Marx mit erheblich viel Publikum, welches noch schnell die Kaltgetränke einsackte, um für den nächsten Gig gewappnet zu sein, denn bei so viel spanischem Feuer, das Körgull the Exterminator verursachen, muss man verdammt gut gerüstet sein. Frontkanone, Lilith, eröffnete mit ,,Awaiting for the Death´s Embrace“ die zweite Gesangsrunde und brachte eine äußerst delikate Ausrüstung mit - einen Mikrofonständer im Stil eines Dämonenkopfes. Bei so viel Einsatzbereitschaft und super Sound, konnte die Red Lady des Black/Thrash Metal nichts falsch machen und shoutete das Publikum in Grund und Boden. Stimmlich gesehen erinnerte mich die Gute etwas an Wendy O. Williams und irgendwie auch etwas an The Great Kat. Sie und ihre Mitstreiter wüteten mit einer Rotzigkeit über die Bühne, dass es einem die Matte wegzimmerte. Mit älteren Songs wie ,,Metal Fist Destroyer“ und Songs aus ihrem neuen Album (2015) wie ,,Reborn from the Ashes“ legten die Spanier einen verdächtig sauberen Gig hin. Für mich persönlich sogar der beste Gig des ersten Festivaltages. Ole!

Weiter im Programm standen ab 19:30 Uhr die Black Metaller von Archgoat auf der Bühne, die nach anfänglichen Soundproblemen, dennoch ein bühnentaugliches Programm abwarfen, obwohl Sänger Lord Angelslayer einem divenhaften Ausraster bezüglich der Soundproblematik entgegensah. Sein Mikrofon-Wurf wird uns allen jedenfalls unvergesslich bleiben!

21:00 Uhr, stapften Dawnbringer, eine extra eingeflogene Band aus den USA, auf die Bühne. Stilistisch bewegen sie sich im Heavy Metal mit Black Metal Einflüssen, welche kurzerhand zum Besten gebracht wurden. Über den Gig gibt es seitens des Publikums geteilte Meinungen, die Einen waren voll aus dem Häuschen, die Anderen sprachen von einem durchschnittlichen guten Gig. Besondere Highlights des Auftritts sind hier aber leider nicht anzumerken.

Um 22:30 Uhr betraten Sulphur Aeon, als letzter Akt des Freitagabends, die Bühne der großen Halle. Sie sind bereits das zweite Mal zu Gast beim HOH gewesen, was vielleicht daran liegt, dass man mit einem Death-Giganten wie sie, immer auf der richtigen Seite liegt. Mit einer Menge Nebel und Brachialsound haben die Jungs aus NRW wieder super performed und sowohl mit Songs des 2013er Albums und Tracks des 2015er erschienen Albums ,,Gateway to the Antisphere“ den Freitagabend sauber abgerundet.

Samstag 5.3.16

Der zweite Festivaltag wurde rockig eingeläutet, denn die Berliner Kapelle HEAT als Samstag-Opener, betrat ab 15:30 Uhr die Bühne der großen Halle und verzauberte das bislang aus einer Handvoll bestehende Publikum mit einer Mischung aus Hard Rock, Psychedelic und einem Hauch 60er/70er. Ab 16:00 Uhr gab es einen schwedischen Schlagabtausch auf der Bühne der kleinen Halle durch Lethal Steel, die sozusagen als Newcomer ihre Gefilde verlassen haben und in Deutschland ihren ersten Gig zwirbelten. Man stelle sich dazu bitte lauter hübsche Jungs mit langen Haaren vor, die dem Old School Heavy Metal fröhnen und damit die anwesende Damenwelt in Aufruhr brachten. Die Jungs aus den schwedischen Landen kamen auch nicht allein, denn ab 16:45 Uhr stand schon die nächste Schwedentruppe auf der Bühne, Trial.

Im Zuge ihres genialen 2015er Albums ,,Vessel“ muss man hier deutlich noch einmal hervorheben, dass das Publikum schon aufgeregt auf der Stelle trampelte, denn man konnte es kaum abwarten, bis sie sich endlich auf der Bühne blicken ließen. Um diese Truppe mal näher zu beschreiben, kann man hier nur festhalten, Trial sehen aus wie ihr Publikum : Lange Haare, Lederjacke, Jeans, dicker Nietengürtel und im Handgepäck Heavy Metal. Mit super Sound und bester Gitarrenarbeit haben sie eine ordentliche Show abgeliefert. Einfach einmalig. Ich feiere die Typen immer noch total ab.

Um 17:15 Uhr hätte ich theoretisch Mountain Witch die Ehre erwiesen, blieb aber unehrenhaft am Tresen im Gespräch mit einigen interessanten Leuten kleben. Sorry, dafür. Irgendwie erfasste mich plötzlich die eine oder andere Pechsträhne, denn auch bei Bestial Raids ab 18:30 Uhr stand ich eher zwischen Tür und Angel, als in der kleinen Halle. Die war so dermaßen überfüllt, dass ich wie ein Kind vor dem Lolliladen durch die Scheibe schauen musste, um irgendetwas mitzubekommen, aber was ich da so aufgegriffen habe, war ein bestialisch fetter, bratziger Sound und die kleine Halle wackelte ohne Ende. Wen wunderts, unsere Death/Black Metaller aus Polen haben schon jede Hütte mit ihrem wütenden Sound in Brand gesteckt. Echt Abriß!

Wer jetzt glaubt, dass ich bei Dolch ab 19:45 Uhr einen besseren Stehplatz ergattert hätte, irrt gewaltig - auch hier blieb mir nur ein Blick durch die Scheibe. Die liebreizende Stimme der Sängerin mit ihrer düsteren Kapuze, erfasste mich dennoch und die Truppe kann man als äußerst exklusiv bezeichnen, denn ihr Finster-Sound dröhnte aus der kleinen Halle und brachte eine enorme atmosphärische Stimmung mit. Warum ich bei Dolch zu spät kam, hatte eigentlich nur einen Grund, ich war ab 19:00 Uhr bei RAM in der großen Halle.

Die Jungs aus Gothenburg kamen auf die Bühne und brachten die Heavy Metal Maschine in Gang. Der Fanclub von RAM war kaum zu überhören (mitgröhllastige Songs sind ohnehin ihr Metier) und das Songs aus dem 2015er Album ,,Svbversvm“ geträllert wurden, welches seit seiner Erscheinung hoch und runter gehört wird, erübrigt sich von selbst. Der Spaßfaktor schnellte in die Höhe und das Publikum zeigte sich erkenntlich zufrieden mit ihrem Auftritt. Ab 21:35 Uhr sorgte eine weitere polnische Black Metal Kapelle für Nackenschmerzen, denn unsere Black Metal Kapuzen von MGLA standen auf der Bühne der großen Halle.

Mit einem super Sound und Tracks aus dem ,,Exercises in Futility“ Album holzten die Jungs wieder alles ab. Unverkennbares Merkmal waren ein rotziger Bass und das kernige Schlagzeug, welche für eine Band dieses Genres auch dazu gehörten und ein deftiges Black Metal Gewitter im Marx hinterließen. Zu guter Letzt, stand mit Demon um 23:00 Uhr ein echter Heavy Metal Koloss auf der Bühne, der von der Fangemeinde bereits sehnlichst erwartet wurde und einem Gig dieser Urgesteine herzlichst entgegen gefiebert wurde. Mehr als 60 Minuten lang stand das Marx im Zeichen des NWoBHM. Songs wie ,,Night of the Demon“ wehten durch die Reihen und verwandelten das Publikum in eine tobende Meute, sehr zur Freude der Band, die sich über so viel positive Resonanz freute.

Fazit des HOH 2016: Die 4. Sause des HOH ging musikalisch und organisatorisch überwiegend reibungslos über die Bühne. Hiermit noch einmal ein dickes Lob an den Veranstalter und an die Crew, für die Top Leistung an 2 Festivaltagen hunderte von Metal - Verrückten zu versorgen. Dennoch bleibt Kritik nicht aus und einige Veränderungen könnten eventuell noch einmal überdacht werden, wie da wären, die Einführung eines Tagestickets und die Abschaffung der meterlangen Schlangen an der Damentoilette. Im Großen und Ganzen überblickend - ein dufftes Wochenende mit vielen abwechslungsreichen Hammerbands und interessanten Leuten aus aller Herren Ländern. Die Vorfreude aufs Hell over Hammaburg 2017 ist damit ganz auf meiner Seite. Bis zum nächsten Mal.

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