GÜTEKLASSE: HEADBANG!

Das Protzen Open Air 2019

28.-30.06.2019



Im 22.Jahr seines Bestehens war das POA im Jahre 2019 diesmal nicht ganz ausverkauft, was definitiv nicht an der Bandauswahl gelegen haben kann, sondern vielleicht dem Umstand geschuldet war, dass parallel dazu noch 2 andere Festivals an diesem Wochenende den Fehrbellinern das Leben ein wenig schwerer machte als sonst üblich. Die Fans und Freunde dieser tollen Sause jedenfalls ließen sich dadurch nicht den Spaß verderben und feierten 3 Tage volles Rohr, wir auch unsere illustre Redaktionscrew, die in Eishockey-Team Stärke von diesem Rundumschlag bei sengender Hitze berichten.

Mit mehr als 30 Jahren Bandgeschichte reisten METALL zum diesjährigen Protzen an. Ebenfalls mit im Gepäck: das im April veröffentlichte zweite (ja, wirklich erst das 2.!) Album der Berliner. Wer die Jungs kennt, weiß das der Name Programm ist und so freute ich mich auf eingängige Riffs und scharfe Soli. Wenn man wie ich die Jungs noch nie zuvor live gesehen hat, hält der Bandname definitiv was er verspricht: Heavy Metal der Güteklasse Headbang! Der Sound passt hervorragend und die Menge ist sofort beim ersten Riff am Mitgehen. Und wie es sich für ein gutes Festival gehört, war der Hangar bereits beim Opener gut gefüllt. Als erste Band auf so einem rumreichen Festival zu spielen ist gewiss kein Zuckerschlecken, aber mit METALL hatte das diesjährige POA einen mehr als würdigen Opener! [steppo]

Nachdem METALL das Feld geräumt haben, enterte das 5 – Gestirn DSA die heiligen Bretter in Protzen, um uns eine deftige Portion Groove Deathcore vor den Latz zu knallen. Die Jungs aus Eisleben waren zum zweiten Mal zu Gast. Gierig, brutal und ungestüm präsentierten sie ihr Erstlingswerk „Devil God Inc“, welches seit der Veröffentlichung im Oktober 2018 ununterbrochen Lobeshymnen einfährt, und das zu Recht. Ab der ersten Sekunde wurde aus vollen Rohren geschossen und die blanke Spielfreude floss aus jeder Pore. Blickfang ist sicherlich immer wieder Sänger Sascha, der durch seine witzige Art das Publikum zu begeistern und mitzureißen weiß. Seine Hintermänner bieten dazu eine solide Bank an technischem Können. Der neue Gitarrist Sebastian Rieche (ex - Maroon) machte ebenfalls einen famosen Job und fügt sich somit optimal ins Bandgefüge ein. Zum Ende nahm der Frontkasper noch ein dezentes Bad in der Menge und crowdsurfte spontan durch den Hanger. [schrod]
Metall
Drill star Autopsy
Als alter Thrasher freute ich mich insbesondere auf den Gig von MACBETH. Sicherlich ist die Stimme des Sängers nicht jedermanns Geschmack, aber live sind die Thüringer immer eine Wucht und geben stets 100%. Und auch dieses Mal sollte es eine Vollgasveranstaltung werden. Trotz der stetig steigenden Temperaturen im Hangar, hatten sich doch einige tanzbereite Metalheads vor der Bühne versammelt, aber auch der Rest feierte Song für Song völlig zurecht ab. Auch wenn Sie mal wieder mein Lieblingslied „Kamikaze“ nicht gespielt haben, legte der Fünfer einen astreinen Gig mit starker Setlist hin. [steppo]

In Nebel gehüllt betreten SOUL DEMISE die Bühne und reisen ihr Set sauber runter. Vor allem an den Instrumenten herrscht sauberes Riffing und klare Kante. Der Gesang hingegen ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und allgemein könnte man sich selbst etwas ernster nehmen als Vokalist. Nicht alles muss diesen lustigen Touch von Tanz Grind bekommen, man darf auch gerne mal böse tun, zu böser Musik. Alles in allem aber eine gelungene Sache und ein weiterer routinierter Auftritt der Truppe aus Nürnberg. [tom]
Macbeth
Soul demise
Wie jedes Mal betrat ich die Halle voller purer Vorfreude auf die Hamburger Jungs von Endseeker. Wie gewohnt warfen sie uns wunderbar schwere, melodische Riffs um die Ohren und ließen keinen Publikumsliebling aus der Setlist – Auch mein persönlicher Favorit, „Worshipping the Bloodthirsty“ wurde wieder einmal gespielt, natürlich in gewohnter Form. Nach wenigen Songs war die Halle gefüllt, und zwar absolut zurecht! Es saß jeder Ton, die Band hatte sichtlich Spaß, ich/wir auch, und so potenzierte sich das Ganze und Publikum und Band pushten einander ein ums andere Mal zu neuen Höhen. Großartig! [max]
Spiel, Satz, Sieg: Endseeker
Na, da lacht doch das Herz. DEATHRITE rotzen sich hier wieder einen Auftritt von der Bühne, dass einem das Bier im Munde tropft. Genau das richtige Tempo um die noch relative kühle Wetterlage wegzuheadbangen. Fette Riffs und noch dickere Grooves schaffen ordentlich dicke Luft im Hangar, der sich mehr und mehr füllt. Das schöne ist, man nimmt den Herren ihre devilish Rock´n´Roll Attitüde voll ab und das erzeugt mega gute Laune. Vom aktuellen Album wurden ordentlich viele Songs gespielt und hier wurde gewiss, der ein oder andere neue Fan gewonnen. [tom]
Deathrite
Bölzer
Kennt ihr das? Ihr kennt eine Band seit Jahren vom Namen her, habt aber noch nie nur einen Song gehört? So ging es mir bei BÖLZER. Mit ihrer ganz eigenwilligen Mischung aus Black und Death-Metal kann man das Schweizer Duo sicherlich als die diesjährigen Exoten im Line-Up betiteln. Zumal bei mir nach dem Umbau der Vergleich zu MANTAR sofort in den Kopf kam, da auch BÖLZER lediglich auf Gitarre und Drums setzen. Was dann nach einem kurzen Intro entfesselt wurde, war eine Urgewalt und düsteren, druckvollen Klängen. Vor allem die Laustärke war in den vorderen Riehen doch mehr als ausreichend, sodass nicht immer alles klar rauszuhören war und manches teilweise übersteuerte. Auch auf der Bühne gab es wohl immer wieder Justierungsbedarf beim Monitorsound. Dennoch gewaltig und erstaunlich zugleich was Frontmann KzR mit seiner 10-Saiter Klampfe für Klangwelten schaffen kann. Der Sound besserte sich auch im Laufe des Auftritts und die Menge war auch dank der treibenden Drums wie hypnotisiert. BÖLZER haben definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen! [steppo]
Misery Index nach gewonnener Schlacht
Spät am Abend boten MISERY INDEX ein wahres Schlachtfest. Die Schlächter aus Baltimore pfefferten mit einer erschreckenden Leichtigkeit eine explosive Deathgrind - Granate nach der anderen in die brechend volle Halle. Bei aller Komplexität ihrer Songs gehen weder Groove noch Härte verloren, so dass es es immer wieder ein Schmankel ist, diese Band live zu erleben. Mit reichlich Munition der Marke „Rituals of Power“ im Waffenschrank traten die Notenverbieger zu einem gigantischen Siegeszug an und wurden dem Motto der aktuellen Platte im wahrsten Sinne des Wortes mehr als gerecht. Schönes Gebolze und mein persönliches Highlight des Tages. [Schrod]
Muss man hier noch viele einleitende Worte verlieren? Ich denke nicht. VADER luden als Freitags-Headliner zum Nackenbrechen und die Masse folgte diesem Aufruf. Die Plätze im Hangar waren wie immer begehrt und so mussten circa ¼ der Leute mit einem Platz vor der „Tür“ vorliebnehmen. Wenn VADER spielen, kann man eigentlich immer damit rechnen, dass im Moshpit ordentlich Betrieb herrscht, die Nacken ausgiebig kreisen, jeder 2. mitsingen kann und keine Kehle trocken bleibt. Und was soll ich sagen? Erwartungen erfüllt – 1 mit Sternchen! Die polnische Todesmaschine hatte das geschehen von erstem Moment an voll unter Kontrolle und die Menge fraß Ihnen aus der Hand. Dank einer abwechslungsreichen Setlist haben VADER mal wieder bestätigt, dass sie eine der besten Live-Acts sind, die der Death-Metal zu bieten hat. [steppo]


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