DEF LEPPARD | EUROPE | JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE

02.07.2019 – Berlin @ Zitadelle Spandau


Endlich mal wieder Zitadelle, eine der schönsten Locations die ich kenne und dann noch ein Abend der Legenden mit einem arschvollen Hits. Kann es was Besseres geben? Ja, dieses tolle Event zusammen mit guten Freunden wie Kate, Karsten, meiner Holden Sabrina und unserem Christian zu genießen und amtlich abzurocken. Wobei die gute Kate mit ihren Axl Rose Moves reichlich Staub aufwirbelte und meine Chuck fast komplett mit Kieselsteinen füllte. Aber das nur am Rande.

Der Einlass erfolgte reibungslos, das Merch wurde als nicht kaufwürdig abgetan, sich über den horrenden Bierpreis echauffiert und John Diva gelauscht, der sein Album „Mama said rock is dead“ dem Publikum präsentierte, welches den altbackenden und für jede Grillfete tauglichen Rock mit etwas mehr als Höflichkeitsapplaus abtat. Die Klamotten waren leicht augenkrebserregend, vor allem der Ananas-Anzug des Gitarristen und die pinkfarbene Leggins des namensgebenden Frontmannes, der Sound ok, aber dennoch wollte sich bei mir nichts regen. Selbst wenn dem so gewesen wäre, bei der akustischen Vergewaltigung des Journey Klassikers „Don’t stop believin‘“ gingen bei mir eh alle Lampen aus und ich widmete mich der Einnahme angekohlter Säugetierreste, die weitaus spannender waren, als das soeben auf der Bühne Gesehene.

Get it on
Whiplash
Lolita
Wild wild life
Dance dirty
Don’t stop believin’
Rocket of love


2015 waren Europe für mich die Überraschung des Konzertjahres und obwohl sich damals lediglich 400 Nasen ins Berliner Astra verirrten, legten Joey Tempest und seine Mannen einen mehr als begeisternden Gig hin, den es heute als Support von Def Leppard zu wiederholen galt. Der Einstieg jedenfalls gelang nicht, denn mit dem langsamen „Walk the earth“ wollte irgendwie keine rockende Stimmung aufkommen, die sich erst bei „Rock the night“ einstellte. Von da an hatten die Schweden allerdings das Publikum fest im Grtiff und obwohl der Sound ein wenig matschig aus den Boxen waberte, konnte man bei oldschool Krachern wie „Ready or not“, „Cherokee“ oder dem mit dem Whitesnake Klassiker aufgepimpten „Superstitious“ perfekt das Tanzbein schwingen. Selbstverständlich durfte die „Carrie“ Schomzette nicht fehlen und natürlich auch nicht der unvermeidliche „Final countdown“, doch auch heute machte es Spaß, bierselig diese Klassiker der Hard Rock aus vollem Halse mitzubrüllen. Nicht ganz so mitreißend wie damals, dafür mit einem hohen Unterhaltungswert.

Walk the earth
The siege
Rock the night
Scream of anger
Last look at Eden
Ready or not
War of kings
Carrie
Dance the night away
Superstitious (Here I go again)
Cherokee
The final countdown


Ich habe lange überlegt, wann ich Def Leppard letzmals live erleben durfte und kam zu dem Ergebnis, dass dies irgendwann in den späten Achtzigern gewesen sein musste. Es war also allerhöchste Zeit, Joe Elliot und seine Mannen endlich mal wieder livehaftig abzufeiern, was das volle Auditorium dann auch durchgängig tat. Bei einer solchen mit Highlights gespickten Setlist auch kein Wunder, dass die Stimmung überschwänglich war und jeder Song lauthals mitgesungen wurde. Natürlich kann Frontmann Joe die hohen Töne nicht mehr treffen, das Stageacting der alten Helden Phil Collen und Vivian Campbell ist ein wenig hüftsteif, doch das machte absolut gar nichts aus, wenn Song wie „Rocket“, „Let’s get rocked“ oder „Love bites“ einen direkt in die Jugend zurückkatapultieren. Jeder Song wurde mit einem eigenen Videoeinspieler untermalt, der Sound war super und Rick Allen zeigte einmal mehr, dass ein Drummer mit nur einem Arm vielen Kollegen mit zweien davon noch locker das Wasser abgraben kann. Das mit den Zugaben „Pour some sugar on me“, „Rock of ages” und “Photograph” das Stimmungslevel nochmals stieg, dürfte alleine mit der Songauswahl keine Deabtten zulassen und somit verließen wir nach einem tollen Abend die Zitadelle mit den Gedanken, diese Legende vielleicht letztmals gesehen zu haben. Und dafür war es ein toller Abschluss, von dem man noch lange reden wird.

Rocket
Animal
Let it go
When love and hate collide
Let’s get rocked
Armageddon it
Rock on
Two steps behind
Man enough
Love bites
Bringin’ on the heartbreak
Swith 625
Hysteria (Heroes)
Pour some sugar on me
Rock of ages
Photograph


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