Getreu dem Motto „Nach dem Sturm ist vor dem Neuaufbau“ ging in unserem Camp ein hochmotiviertes, nahezu fachkundiges Pavillon-Baukommando in die Vollen und nach etwa 1,5 Stunden stand zumindest ein Teil unseres Sonnenschutzes wieder auf sechs Beinen. Welch super Truppe! Und schon hatten wir genug schattige Rückzugszone für Grillerei und „Erfrischung“ bei etwas Hintergrundbeschallung – aus der Ferne ertönten die grunzigen Laute von… [sc]

GUINEAPIG, die tatsächlich klangen, wie das im Bandnamen vorkommende Meerschwein, welches irgendwelchen obskuren Versuchen ausgesetzt wurde. Allerdings war der Spaßfaktor bei den Gorelern aus Rom recht hoch und somit wurde vor der Bühne von den im Kreis laufenden Mohikanern munter die Axt geschwungen. So wird man doch gerne geweckt und nicht um 9 Uhr nachts mit dem Johanna von Koczian Klassiker „Aufsteh’n ist schön“. Fluch über Euch!
Geheimnisvoll wurde es nun mit THE COMMITTEE, die unter Führung des russischen Frontmannes Igor Mortis vermummt die Granaten ihres überragenden, im Februar vergangenen Jahres veröffentlichten Überalbums „Memorandum occultus“ ins Infield pustete. Ihr atmosphärisch und mit vielen Todesbleianleihen gespickter Black Metal traf genau die schwarzen Herzen der vor der Bühne versammelten Meute und konnte vollends überzeugen. Hinter einem Rednerpult stehend versprühte Igor so viel Hass, wie ich ihn bekomme, wenn ich Promi Big Brother zufälligerweise im TV vorfinde. Bärenstark…also die Band [od] 
Nachdem diese verstummt waren, wir trotz Mittagssonne dem atmosphärischen Sound von THE COMMITTEE verfallen konnten und mich die Hummeln im Hintern durch den Wahnsinns-Pit von BENIGHTED trieben, war es zum zweiten Mal am heutigen Tage Zeit für Black Metal. Auch dieses Mal atmosphärisch, auch dieses Mal bei viel zu viel Licht. Ich kann ja verstehen, dass man den Blackis nicht immer die besten Zeiten vorbehalten kann, aber eine Band wie PILLORIAN zur Kaffeezeit ist schon etwas arg unpassend in meinen Augen. Der Sound war gut, die Musik live noch fieser als ich sie vom Debüt in Erinnerung hatte und doch sprang der Funke nicht komplett über. Grundsätzlich eine solide Darbietung, die ich gerne noch einmal im Dunkeln nachholen würde.
Schürfwunden und Drehwurm bei BENIGHTED
Solide waren auch wie immer die Getränke am Brutz & Brakel Stand, wo sich die Zephyr’s Odem Redaktion zu einem kleinen Klassentreffen nun zusammenfand. Ach ja, es ist immer wieder schön, diesen verrückten Haufen im Kollektiv zu begegnen. Wie immer folgten auf unser feuchtfröhliches Gelaber die obligatorischen Gruppenbilder. Beschallt wurde diese Versammlung von… [sc]
Wenn auf eine Band in diesem Jahr der Begriff „KULT“ am ehesten zutrifft, dann sind das selbstredend die Japaner von COFFINS, die nunmehr seit 22 Jahren, mit vier vollständigen Alben und gefühlt vierhundertsiebenundachtzig Splits endlich den Weg nach Thüringen fanden und das Publikum komplett wegrasierte. Was für eine Power, was für eine Energie, die man später bei der Autogramstunde und auch backstage noch hautnah miterleben durfte. Diese sympathische Truppe hat sich mit diesem energetischen Auftritt eine Menge neuer Freunde erspielt und wusste dies mit viel Fannähe entsprechend zu würdigen.

Den „Exoten“-Bonus als lupenreine Metal Band hatte in diesem Jahr das schwedische Quintett RAM inne, die dennoch, wie jedes Jahr, den Vorwurf, Black oder Death Metaller seien intoleranter als manch anderer Fan, ad absurdum führte und die Bühne fachmännisch in Bretter für das nächste Billy Regal zerlegte. Oscar Carlquist war blendend bei Stimme, der Sound war glasklar und die Setlist bot einen repräsentativen Querschnitt aus den bislang fünf veröffentlichten Longplayern. Und selbst wenn mir das letzte Werk „Rod“ nicht sooo gefiel…live rockten die Songs mehr als amtlich. Auch hier ein Gewinner des Wochenendes… [od]

Nachdem ich die Chance verpasst hatte GOATH quasi direkt vor meiner Haustür zu sehen, bekam ich nun eine erneute Gelegenheit. Retrospektiv gesehen war es ein verschmerzbarer Verlust, muss ich leider sagen. Insgesamt ist mir der Spielstil zu rasend, auch wenn es ruhigere Passagen gibt, diese sind klar in der Unterzahl und bringen kaum Ruhe in die Musik. Interessant finde den Gesangsstil des Gitarristen, jedoch wäre GOATH kein Kandidat für einen dauerhaften Platz auf meiner Playlist. Wem jedoch die rasenden und schnellen Riffs mit einer gewissen Anlehnung an beispielsweise BELPHEGOR gefallen, wird mit GOATH seine Freude haben, so viel sei gesagt. [ing]

Das US-amerikanische Flaggschiff in Sachen melodischer und moderner Death Metal dürfte ja nun auch jedem bekannt sein, der auch schon 11 Jahren den Weg vor die Bühne suchte, als TBDM ihre letzte Show auf den Brettern des P:SO:A zeigten.. Gegen 17:45Uhr legten die Mannen um Trevor Strnad los und man konnte die Spielfreude und Energie der Jungs aus Detroid, Michigan nahezu greifen. Band-Ur-Gestein Brian Eschbach und sein Gitarrenpartner Brandon Ellis bewiesen zum wiederholten Male, wie gut die beiden harmonieren können und Alan Cassidy prügelte sich durch das melodisch bepflanzte Beet, ohne Gnade zu zeigen. Der Fünfer zog die Banger in Ihren Ban, zeigte Werke aus allen Epochen und bis hinter den FOH wehten die Matten, vorrangig im Helikopter-Stil. THE BLACK DAHLIA MURDER überzeugten abermals und hinterließen kochenden Asphalt vor der Bühne. [sig]

Anschließend betraten die Schweden von ULTRA SILVAM auf die Tentstage. Diese gefielen mir insgesamt besser als GOATH auch da es hier gewisse Unterschiede in den Tempi der einzelnen Songs gab. Zudem zeigen sich ULTRA SILVAM von einer angenehm experimentierfreudigen Seite, was das Songschreiben und die Strukturen sowie die Melodien in den Songs anbelangt. Auch hier fiel dies eher durch ein späteres Nachhören auf als direkt an der Bühne. Das einzige was mich etwas stört ist der extrem schwammige und unbetonte Gesang des Bassisten aber wahrscheinlich ist dies als Stilmittel für die Band essenziell. Insgesamt kann ich empfehlen den Schweden eine Probehörung zu geben, auch Gigs ist bei guten Mitschnitten einen Hörer wert. [ing]

Welchen Stellenwert das Thüringer Trio DESERTED FEAR (live im Quartett) mittlerweile in der Death Metal Szene hat, zeigt nicht nur die Position in der Running Order, sondern auch die nach Todesblei gierende Meute die sich sehr zahlreich vor der Bühne einfand um den Jungs einen gebührenden Empfang zu bereiten. Mit weniger als 2h Anfahrt hatten die Jungs ein Heimspiel der besonderen Art, denn es wurde alles an Pyro abgefackelt und abgeschossen, was das PSOA zu bieten hat. Teilweise jedoch etwas außerplanmäßig, was Sänger Manuel mit den Worten „Das war so aber nicht geplant. Guckt sich das noch einer an, oder muss ich heute sterben? Naja scheiß drauf, nächster Song“ kommentierte. Es folgte ein absolut souveräner Gig mit mordsstarkem Sound, welcher einen schönen Querschnitt über alle 3 Alben geboten hat. Nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich muss man diese Band einfach mögen, da Sie sich nicht scheuen auch mal frei von der Leber weg von ihrem Muffensausen nebst einhergehender Verdauungsproblemen im Vorfeld solcher Großereignisse zu erzählen. Und das obwohl es bereits ihr 3. Stelldichein beim PSOA war. DESERTED FEAR haben wieder einmal bewiesen, dass Sie derzeit mit das heißeste sind, was good old Germany an Death Metal zu bieten hat! [st]

Allet jut und schön, doch EXHORDER zeigten nun eindrucksvoll, warum man trotz fehlender Neuveröffentlichungen und lediglich 2 Alben, die auch schon 28 bzw. 26 Jahre auf dem Buckel haben, das gesamte Infield rasieren kann und nichts als verbrannte Erde zurücklässt. Meine Fresse, war das ein Spektakel, was Kyle und seine Truppe da abbrannte und mich (und nicht nur mich) mit aufgeklappter Kauleiste zurückließ. Es loderte und auf dem Rückweg nach Berlin gab es "The law" in Dauerrotation. Unfassbar!

Meine Güte, selten durfte ich eine derartige atmosphärische und auf den Punkt gebrachte Show auf der Zeltbühne erleben dürfen, wie bei den 2015 gegründeten THE SPIRIT. Vorher als Geheimtipp gehandelt, verwandelten die Saarbrücker das Zelt in ein Tollhaus. Licht und Sound rundeten eine Show ab, die das komplette Album „Sounds From The Vortex“ (bis auf „Fields Of The Unknown“) ablieferten und mit Ihren Werken auch den Platz vor der Hauptbühne hätten füllen können, allerdings erst zu dunklerer Stunde. Eine Hommage an Dissection und Jon Nödveidt’s Erbe in seiner kältesten atmosphärischen Form. Ein Auftritt, wie das Album, einfach grandios, ich schließe mit den Worten…. The End Is Near…..Cosmic Fear! [sig]

Noch völlig geflasht von der Performance von THE SPIRIT ging es im Eiltempo vom Zelt rüber zur Hauptbühne, wo UNLEASHED bereits einen zum Besten gaben. Die immer zuverlässigen Schweden feuerten wie immer grundsolide ihre Death Metal Salven aufs Volk. Egal ob „Black Horizon“, „The Longships Are Coming“ oder das unvermeidliche „Death Metal Victory“ – die Wikinger gaben mal wieder alles und Frontmann Johnny muss man eh einfach gernhaben. [sc]

Gibt es eigentlich auch mal ne schlechte Band auf dem Parmesan? Vielleicht keine schlechte, aber auch mal eine vielleicht nicht ganz so überragende, wobei ich mir nicht anmaßen will, den Auftritt von BLOOD INCANTATION in irgendeiner gearteten Form schlechtzureden, doch irgendwie konnte mich der pfeilschnelle und technisch durchaus sauber dargebotene Todesblei der Mannen aus Denver nicht sonderlich abholen. Von daher galt jetzt meine Vorbereitung den Meistern des Faches, die kurz darauf die Hauptbühne zertrümmern sollten… [od]

Wer in den letzten beiden Jahren die Clubs besuchte, dem dürften DYING FETUS mehr als nur einmal über den Weg gelaufen sein und nach Ihrem Gastspiel 2016 kehrten Sie nun 2018 zurück auf die P:SO:A-Bühne, um zum wiederholten Male zu beweisen, warum Sie gerngesehene Gäste auf diesem Festival sind. Das Album „Wrong One To Fuck With“ waren Bestandteil des Sets und auch weitere Hits durften Einfach nicht fehlen. Für mich immer auch absolutes Highlight einer jeden Show der Amis war/ist/bleibt: „Kill Your Mother And Rape Your Dog!“. Hammer-Show an einem mega Tag. [sig]

VENOM
habe ich aus einer größeren Entfernung genossen, einerseits stand der Wind gut und andererseits war die Akustik in diesen Minuten genau richtig. Zudem erschien mir die Lautstärke doch etwas sehr hoch zu diesem Zeitpunkt, daher bin ich doch lieber weiter...

Los ging es mit dem klassischen Intro des Ansagers aus der Hölle, gefolgt von „Black Metal“, was will man mehr als Opener? Simpel, brachial und dennoch zeitlos klassisch war der Start anschließend bediente man sich alten und auch neueren Materials um den Auftritt zu bestreiten. Zwischendurch kam der momentane Drummer Dante auf die Bühne um zu versichern, dass er weiterhin an den Kesseln arbeiten wird und momentan nur verletzungsbedingt pausiert. Es gab im Vorfeld Spekulationen über eine mögliche Umbesetzung, da für die Auftritte während der Sommermonate ein anderer Schlagzeuger angeheuert wurde, Dank Dantes Erscheinen wurde diesbezüglich nun Klarheit geschaffen.

Alles in Allem ein sehr guter Auftritt, auch wenn die Ausleuchtung nicht immer ideal war, soundtechnisch konnte der Abend allerdings überzeugen. [ing]


Das Zephyr's Odem Team

Olaf [od] | Schaacki [sc] | Steppo [st] | Siggi [sig] | Ingmar [ing]


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