IN JEDER FUßGÄNGERZONE SCHEPPERN


Ein schniekes und herzhaft deftiges Death/Grind Brett hatte Andy vor ein paar Wochen mit seiner Kapelle MACABRE DEMISE uns in den Nacken gesägt. "Awakening" ist bereits das dritte Album der Landshuter Solo-Band! Das dazu noch auf seinem eigenen Label erschien. Höchste Zeit für ein kleines Interview mit dem Chefdenker und Macher von MACABRE DEMISE! Auf geht’s…!

Nach „Homicidial Parasites“ konntest Du nun bereits das dritte Album von Macabre Demise „Awakening“ veröffentlichen, wie gestaltete sich der Weg dorthin?

Hier gab es einige Umstellungen, weg vom Drumcomputer, hin zum richtigen Schlagzeug. Außerdem gab es in der Zwischenzeit mehr Liveshows. Es sind knappe fünf Jahre vergangen, in denen eine Compilation, EP und eine Demo veröffentlicht wurde. Nach der Veröffentlichung von „Homicidal Parasites“ ist es richtig gut gelaufen, denn die Aufmerksamkeit der Leute wurde immer mehr.
Es ist schwer davon auszugehen, dass es mit „Awakening“ noch ne Schippe besser läuft. Mir fiel sofort das leckere Coverartwork von „Awakening“ auf. Die Zeichnungen der beiden letzten Alben ähneln sich sogar, war es womöglich der gleiche Künstler und hattet ihr verschiedene Ideen für die Gestaltung bzw. Ideen für die Covergestaltung?

Nein, war nicht derselbe Künstler. Bei „Homicidal Parasites“ war es Remy von Headsplit Design aus Frankreich. Bei „Awakening“ war es Sidjimbe Art aus Indonesien, der für mich schon einiges gemacht hat (z.B. das EP Cover „Apocalypse“, die Compilation CD, aber auch einige Band Covers für RTM.) Für die Covergestaltung hab ich eigentlich immer nur eine konkrete Vorstellung, die muss es dann unbedingt werden. Dabei hat mich Sidjimbe bis jetzt nicht enttäuscht.

Euer aktuelles Album „Awakening“ wartet mit einem für meinen Geschmack herrlich vielseitigen Death/Grind auf, was war dir beim Songwriting besonders wichtig, siehst du Unterschiede zu früheren Veröffentlichungen?

Vielseitigkeit war mir sehr wichtig, zu früher ist eigentlich alles besser geworden. Die Songs sind um einiges frischer arrangiert und dieses Mal sind sogar zwei Solos drin. Mit „Darkness“ auch ein ziemlich zäher brocken, der eigentlich gar nicht so geplant war.

Bei der Produktion des Albums hast du auf die Hilfe deines Freundes Haidinger vom Deep Deep Pressure Studio zurückgegriffen, wie und in welchem Umfang kann man die Unterstützung umschreiben, wie lange besteht eure Freundschaft und was verbindet Euch?
Wie lange wir uns kennen kann ich gar nicht genau sagen, es sind bestimmt schon 10-15 Jahre. Der Haidinger hat früher bei Ultrawurscht gespielt und durch Hanson von Sucking Leech haben wir uns kennen gelernt. Verbinden tut uns natürlich die Musik und das eine oder andere Bier. Die Arbeit läuft eigentlich immer so ab: Ich schicke Haidinger immer die fertigen Songs mit einer groben Drumspur und er prügelt alles viel brutaler und grooviger ein als ich mir das vorstelle. Danach kommt in seinem Studio (Deep Deep Pressure Studio) der Gesang und noch Reamping und zum Schluss Mixing und Mastering, wobei er immer eine brachiale Arbeit leistet.

Der Haidinger scheint ein wahrer Fachmann für einen deftigen Sound zu sein. Also Knüppelkapellen ab mit Euch ins Deep Deep Pressure, hehe :-) Wie lange dauerte der Aufnahmeprozess? Hast du schon einmal darüber nachgedacht die Unterstützung vom Haidinger auch live zu beanspruchen?
Der Aufnahmeprozess hat bei Awakening mit überarbeiten und arrangieren ca. 1 Jahr gedauert. Ja, darüber hab ich schon mal nachgedacht, aber ich glaub mit seinem Studio und seinen zwei festen Bands Distaste und Profanity ist er gut ausgelastet und zeitlich zusammen zu kommen ist schwierig.

Das aktuelle Album ist wieder über dein eigenes Label veröffentlicht worden? Was bestärkte dich zu diesem Schritt, welche Vorteile siehst du darin?

Vorteil ist natürlich, dass du über jeden schritt informiert bist und du genau entscheiden kannst, was du machst. Bestärkt hat mich eigentlich, dass ich die CD so schnell wie möglich rausbringen wollte. Ich wollte nicht so lange warten, bis eventuell ein Label Interesse hat und dabei so viel Zeit verlieren.

Du führst auch das Label Rebirth The Metal, wie umfangreich ist die Labelarbeit, immerhin bist du damit schon seit 2005 am Werkeln.

Es kam eigentlich durch meine alte Band Bloodshot Eyes. Wir hatten damals eine CD aufgenommen und ich wollte sie vertreiben. Dadurch kam mir die Idee zum ersten Release von RTM einen Sampler zu starten. Ja dann kam eins nach dem anderen und schon war ich in der Labelarbeit drin. Umfangreich ist das ganze schon, kommt natürlich auf den Release Turnus an. Momentan bin ich auch noch ziemlich mit meinen Bands eingespannt, da bleibt nicht mehr viel Zeit.

Die erste Veröffentlichung war Moonfog „Porážka jatočných zvierat“, wie kam der Kontakt mit der Band zustande? Wieso hast du Moonfog zur ersten Veröffentlichung gewählt?

Moonfog war die erste Band, die sich bei mir beworben und gleich einen Vertrag bekommen hat. Ihre Art zu spielen hat mir brutal gut gefallen, obwohl die Songs nicht unbedingt die beste Aufnahme hatten.
Was brachte dich damals zu dem Entschluss Macabre Demise 2007 zu gründen? Immerhin hattest du ja schon eine andere Band namens Bloodshot Eyes. Allerdings wart ihr als Trio am Lärmen, worauf du dich entschieden hast ein Solo Death/Grind Projekt zu starten, was waren die Gründe?

Zeitlich und räumlich sind wir nicht mehr zusammengekommen, da wir in drei verschiedenen Städten verstreut waren: München, Landshut und Ingolstadt. Ich selber hatte damals viel Schichtarbeit, auch am Wochenende und dadurch ist dann Macabre Demise entstanden.

Darauf die Frage, welche Vorteile siehst bei so einem Projekt, Meinungsverschiedenheiten innerhalb einer Band gibt es dabei wohl eher weniger?

Ein Vorteil ist die Bandprobe im Wohnzimmer bei Kaffee und Kuchen. Der Nachteil: man muss sich immer einen Arschtritt geben, dass man auch was tut. Das ist nicht immer so einfach. Bei einer Band hat man die Bandkollegen, die einen antreiben und so muss man das selbst machen.

Lecker Käffchen, könnt ich jetzt auch gebrauchen. „Awakening“ ist ohne jeden Zweifel ein wuchtiges Album geworden, mit hochwertigen Death/Grind Salven. Die zu einem spannungsgeladenen Gebräu vereinbart wurden, aber wie erzeugst du live diese immense Wucht von dem Album?

Live kommen die Songs von meiner Aufnahme am Handy. Ich spiele die Gitarre dazu und singe.
Dann kannst du es ja quasi in jeder Fußgängerzone scheppern lassen, geile Sache! Schön mit Hütchen und einem hübschen Blumengebinde, hehe. So nun zurück zu deinem weiteren musikalischen Schaffen. Du hast mit Flesh Eater und Deformed Cadaver zwei weitere Kapellen in der Mache, können wir dort auch in näherer Zukunft Neues erwarten? Wie würdest du die beiden Bands umschreiben?

Mit Flesh Eater ist momentan nichts geplant. Musikalisch ist das eher Goregrind. Bei Deformed Cadaver dagegen wird es dieses Jahr das erste Album geben, die ersten Shows stehen auch schon. Das letzte Konzert war am 22 Februar beim Philosyphiliss Deathfest in Wien. Musikalisch bewegt sich DC zwischen Slam Death und Goregrind.

2010 hast du deine erste Show gespielt, das muss ein ziemlich seltsames Gefühl gewesen sein plötzlich allein auf einer Bühne zu stehen. Wo fand das Konzi statt und wie verlief der Abend?

Die erste Show war in Jenkofen beim Wolperdinger, in der Nähe meiner Heimatstadt Landshut. Es kamen einige Leute, darunter viele Freunde, was mich noch nervöser machte. Aber nach den ersten Liedern ist dann alles gut gelaufen und die Nervosität ist auch leichter geworden. Es hat allerdings ein paar Shows gedauert, bis ich damit zurechtgekommen bin. Mittlerweile ist es für mich befremdlich, wenn noch andere Leute mit auf der Bühne sind.

Welche 5 Death/Grind Alben zählen zu deinen Alltime Faves und warum?

Dying Fetus „Stop At Nothing“, da brauch ich nicht viel dazu sagen: brutal, technisch liebherziges Geknüppel. Napalm Death „Scum“: Das Album ist so schön roh und hat Ecken und Kanten. Nasum „Helvete“ ist einfach das brachialste, was es im Grind Sektor gibt. Gorerotted „only tools and corpses“. Die Brutalität und ihr eigener Stil zu spielen. Misery Index „Heirs to Thievery“: Einfach ein schöner Grind-Klumpen, ziemlich eingängig.

Hast du schon Auftritte im Ausland absolvieren können? Wie sieht es generell mit Liveshows aus oder gar Festivalauftritte?

Ja, ich war schon in Österreich, Tschechische Republik, Frankreich, Holland, England und hatte einiges an kleineren Festivals und unzählige Shows. Momentan läuft es mit den Shows / Festivals allgemein super. Im Februar war das Growl Bow Fest, im Sommer noch das Grabbenacht Festival und das Metalheads Village. Shows sind auch schon einige geplant, sowie kleine Wochenend-Touren.

Soweit erstmal ein paar letzte Worte und vielen Dank für deine Zeit!

Dir auch Danke für das Interview und den Support. Und an alle anderen: Prost, vielleicht sieht man sich bei der nächsten Show.


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