Alben des Jahres 2023

DIE Alben DES MONATS (04/24)

Audio Interviews

wo wir waren

Interviews

Wir hörten früher gerne

So fing alles an

CD-Reviews A-D

COFFINS - Sinister Oath (2024)

(8.808) Olaf (8,5/10) Death Metal


Label: Relapse Records
VÖ: 29.03.2024
Stil: Death Metal






Man stelle sich mal vor, Napalm Death, Bolt Thrower, Celtic Frost und Autopsy hätten in den Achtzigern einen flotten Gangbang aufs Tablet gelegt und der daraus resultierende Bastard, wurde auf den Namen Coffins getauft, der mich nunmehr nach der sehr späten Entdeckung schon zum zweiten Mal komplett begeistert und selbst die Staubmilben in die Flucht treibt.

Ok, mit dem Geburtsjahr 1996 wäre das nicht ganz möglich gewesen, doch die Japaner bewegen sich in exakt jenem Fahrwasser der von mir aufgezählten Bands und haben dabei so einen herrlich miefigen Kellerassel-Sound, dass man den nassen und modrigen Muff geradezu aus den Boxen riechen kann. Dazu kommt der Umstand, dass man sich größtenteils im Slow-Motion Bereich bewegt, was die ganze Soße noch zusätzlich aufkochen lässt und selbst die hier gespielte Lava Masse noch langsamer aussehen lässt.

Lediglich den ellenlangen, ausartenden Funeral Doom Part beim überlangen und leider komplett deplatziert wirkenden „Everlasting Spiral“ hätte entweder kürzer geraten müssen oder man hätte den Song auch komplett weglassen können, da er den brutalen Fluss von Coffins meines Erachtens schlagartig unterbricht.

Das ist aber auch der einzige, wenn auch nicht unwesentliche Kritikpunkt an einer ansonsten unfassbar brutalen und sauguten Platte, die in den Mitachtzigern für Furore gesorgt hätte. Was mir vor allem gefällt ist der organische Drumsound, der klarer und definierter nicht sein könnte, viele Hochglanzproduktion gnadenlos in den Schatten stellt und sich dennoch dem undergroundigen Sound der Kollegen aus dem Land der aufgehenden Sonne nahtlos einfügt.

Fett, fetter, Coffins. So könnte die Formel lauten und dem Quartett aus Tokio vielleicht nun auch jenseits des todesbleiernden Untergrunds etwas Aufmerksamkeit verschaffen, die sie allenthalben verdient haben. „Sinister Oath“ ist ein blutiger, schleimiger, vereiterter und verrotteter Koloss an Platte, wie man ihn selten in die Ohren geballert bekommt.


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. B.T.C.D.
02. Spontaneous Rot
03. Forced Disorder
04. Sinister Oath
05. Chain
06. Everlasting Spiral
07. Things infestation
08. Headless Monarch
09. Domains of black Miasma



Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

70.000 Tons 2024

ZO präsentiert

The new breed

Mottenkiste

wo wir sind

ZO SONGCHECK

V.I.P.

alter Z.O.F.F.

Join the Army

Unsere Partner

Damit das klar ist