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GREEN LUNG – This Heathen Land (2023)

(8.647) Patty (9,0/10) Stoner Rock


Label: Nuclear Blast
VÖ: 03.11.2023
Stil: Stoner Rock






GREEN LUNG ist eine britische Band, die im Jahr 2017 gegründet wurde und sich auf den Doom Metal und Stoner Rock spezialisiert hat. Die Band besteht aus Sänger Tom Templar, Gitarrist Scott Masson, Bassist Andrew Cave, Keyboarder John Wright und Schlagzeuger Matt Wiseman. Ihr Sound zeichnet sich durch schwere Gitarrenriffs, psychedelische Elemente und okkulte Einflüsse aus.

Das Debütalbum der Band, "Woodland Rites", wurde 2019 veröffentlicht und erhielt positive Resonanz für seine einzigartige Mischung aus düsteren Texten und kraftvoller Musik. Die Texte von Green Lung sind oft von mystischen und naturverbundenen Themen inspiriert, was zu einer atmosphärischen und introspektiven Klanglandschaft beiträgt.

Die Band hat eine wachsende Fangemeinde gewonnen und ist für ihre energiegeladenen Live-Auftritte bekannt. Mit ihrem originellen Sound und ihrer tiefgründigen Lyrik haben sich GREEN LUNG als eine vielversprechende Kraft in der modernen Doom-Metal-Szene etabliert.

Green Lung hat stets eine rustikale Variante des okkulten Doom präsentiert, die im Vergleich zu den meisten recht ansprechend ist. Doch mit jedem neuen Album haben sie ihre Musik zugänglicher gemacht. "This Heathen Land", ihre dritte Veröffentlichung, unterstreicht, wie ihre Einflüsse aus dem Rock und Folk der siebziger Jahre immer deutlicher hervortreten. Das Songwriting bevorzugt nun schlanke Hooks und direkte Vocals, genauso wie kraftvolle Riffs und Rhythmen. Ihre Themen aus der englischen Folklore und dem Neopaganismus werden nach wie vor mit ihrer unerschütterlichen, provokanten Begeisterung präsentiert.

Natürlich gibt es zahlreiche Tracks, die den hymnenhaften Geist bewahren, den man zuletzt auf dem Album "Black Harvest" von 2021 erlebt hat. "The Forest Church" und "Mountain Throne" sind inzwischen zum Standard geworden, wobei ersterer nach der eröffnenden Einleitung besonders triumphal daherkommt und letzterer mit einem Hauch klassischen Metalltempos aufwartet. Obwohl "The Ancient Ways" und "Hunters in the Sky" anfangs ähnlich erscheinen mögen, heben sie sich durch die verzerrte Synth/Bass-getriebene Brücke des Ersteren und das perkussive Drama des Letzteren auf reizvolle Weise voneinander ab.

In diesem Fortschreiten ist es äußerst faszinierend zu beobachten, wie die Band durch spezifische Anpassungen an ihrem Grundgerüst verschiedene Stimmungen vermittelt. "Maxine" und "One for Sorrow" zeigen besonders deutliche Unterschiede aufeinanderfolgend; beide Stücke werden von prägnanten Klaviertönen und verzerrten Riffs angetrieben. Während das erste vollständig auf den Flair der siebziger Jahre mit einem Retro-Touch setzt, taucht das letztere sogar noch tiefer in düsteren Doom ein als alles, was sie zuvor gemacht haben. Die Hingabe zum Neofolk und den unheimlichen Carpenter-Synths bei "Song of the Stones" ist ebenfalls grandios. "Oceans of Time" bildet einen interessanten Abschluss mit seiner geisterhaften Power-Balladen-Bombast, die gut zum Dracula-Thema passt.

GREEN LUNG hat erneut ein herausragendes Album geschaffen. Es ist lebendig, faszinierend, magisch und episch. Ein Kunstwerk, das die Fans für eine sehr lange Zeit in seinen Bann ziehen wird.


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


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